Kategorie-Archiv: Bauernopfer

Seite 130

Typus
Bauernopfer
Quelle
Oser 1976
Dissertation:
Seite: 130, Zeilen: 16-23
 
Fundstelle:
Seite(n): 294, Zeilen: 06-20
 
Auf den ersten Blick scheint es, als entziehe sich in C.G. Jungs Konzeption das ethische Gewissen,als von einer „höheren Macht“ und dem Archetypus Gewissen bestimmt und daran gebunden, der erzieherischen Hilfe. Dann bliebe nur das moralische Gewissen als durch die Vermittlung des Sittenkodex bildsam.
Ähnlich wie in der Psychoanalyse liefert die analytische Psychologie keine Theorie zur moralischen Erziehung.
Aus dem oben Gesagten könnte man zum Schluss kommen, jene schöpferische Lösung zwischen dem moralischen und ethischen Gewissen […] könne nicht erlernt werden […]. Der Mensch sei nach Jung in seinem ethischen Gewissen gebunden durch „höhere Macht“, gebunden durch den Archetypus des Gewissens. […] bestenfalls lässt sich das moralische […] Gewissen in begrenztem Umfange bilden. […] Ich möchte nun aber zeigen, dass wir zwar von der analytischen Psychologie keine Theorien zur Gestaltung von moralischer Erziehung erhalten (ähnlich wie bei der Psychoanalyse) […].


Anmerkung
Im Anschluss referiert die Verfasserin Oser (1976). Für den Leser ist jedoch nicht erkennbar, dass vorliegende Ausführungen mit Abwandlungen ebenfalls von diesem übernommen werden.
 

Seite 197

Typus
Bauernopfer
Quelle
Roth 1976
Dissertation:
Seite: 197, Zeilen: 01-03
 
Fundstelle:
Seite(n): 481, Zeilen: 01-03
 
Soziales Lernen vollzieht sich zunächst durch Kommunikation, Identifikation, Internalisierung, Imitation, Sanktionen und Lernen von Rollen. 2. Soziales Lernen vollzieht sich zweitens durch Lernprozesse, die vom Identifikationslernen über Kommunikation, Internalisation, Imitation, Lernen durch Sanktionen bis zum Erlernen von sozialen Rollen reichen.


Anmerkung
Die Verfasserin verweist auf der Vorseite mehrmals auf andere Seiten bei Roth (1976), macht aber nicht kenntlich, dass sie die vorliegende Aussage leicht verändert ebenfalls von diesem übernimmt. Zudem führt sie im folgenden Satz dann Piaget an.
 

Seite 310

Typus
Bauernopfer
Quelle
Betz 1965
Dissertation:
Seite: 310, Zeilen: 05-08, 11-15
 
Fundstelle:
Seite(n): 106; 107, Zeilen: 05-10; 10-16
 
[Z. 5-8]

Bei mangelnder Liebeszuwendung der Mutter treten hier erste Komplikationen in der Gewissensbildung auf, insofern es sich für das Kind nicht lohnt, den Ansprüchen der Mutter gerecht zu werden, weil es darauf keine Liebe erfährt.

[Z. 11-15]

Umgekehrt werden Kinder, die völlig „in Ruhe gelassen werden“, denen in diesem Alter keine Orientierung gegeben wird,die in keine Richtung gewiesen werden, überfordert. Es entstehen dann Angstreaktionen vor dem unbestimmten Raum der Freiheit […].

[Seite 106, Z. 5-10]

Wenn nun ein Kind mit sehr wenig oder gar keiner mütterlichen Liebeszuwendung aufwachsen muß, gibt es bereits die ersten Komplikationen in der Gewissensbildung. Das Kind macht vielleicht gar keine Anstrengungen, sich an irgendwelche mütterliche Normen oder Verbote zu halten. Der Motor, sich die Liebe der Mutter zu erhalten, fehlt.

[Seite 107, Z. 10-16]

Man könnte nun auf den Einfall kommen: […] die Kinder ganz in Ruh zu lassen. […] Es ist aufschlußreich, daß solche Kinder, die von niemandem in eine vernünftige Richtung gewiesen werden, auch unter einer Angst leiden müssen. Nämlich unter der Angst „vor diesem ständig Unbekannten, vor diesem unerforschbaren Ozean der Freiheit“; […]



Anmerkung
Die Verfasserin verweist auf der Vorseite und im folgenden Absatz auf Betz (1965). Dass sie auch diese Ausführungen sinngemäß von ihr übernimmt, macht sie jedoch nicht kenntlich.
 

Seite 230

Typus
Bauernopfer
Quelle
Auer 1971
Dissertation:
Seite: 230, Zeilen: 10-13
 
Fundstelle:
Seite(n): 171, Zeilen: 28-31
 
Auf dem Fundament der Schöpfung entfaltet sich das gesamte Heilsgeschehen. Wahrheit, Ordnung und die geschichtliche Dynamik der Welt sind durch den Logos gestiftet und gehören nach der Schrift eindeutig zusammen. Das ganze Heilsgeschehen entfaltet sich auf dem Fundament der Schöpfung. Die Schrift läßt keinen Zweifel darüber, daß Wahrheit, Ordnung und geschichtliche Dynamik der Welt durch den Logos gestiftet sind.


Anmerkung
Die Verfasserin verweist unmittelbar zuvor für ein wörtliches Zitat auf Auer (1971). Dass sie diese beiden Sätze sinngemäß aus derselben Publikation übernimmt, macht sie jedoch nicht kenntlich.
 

Seite 332

Typus
Bauernopfer
Quelle
Bock 1978
Dissertation:
Seite: 332, Zeilen: 22-26
 
Fundstelle:
Seite(n): 325, Zeilen: 10-15
 
Im wirklichen Dialog als dem eigentlichen Ort der Erziehung versucht der Erzieher nicht, dem anderen Wesensfremdes aufzuoktroyieren,sondern das Wesen des anderen aus der Potentialität in die Aktualität zu überführen. [FN 3]


[[FN 3] Buber,Martin: Elemente des Zwischenmenschlichen. In: Das dialogische Prinzip. Heidelberg 31973. S. 271-298. hier: S. 287.]
Aber während durch die Propaganda dem anderen etwas ihm letztlich Wesensfremdes aufoktroyiert wird, soll im Dialog, der nach BUBER seinen eigentlichen Ort in der Erziehung hat,[FN 91] das Wesen des anderen aus der Potentialität in die Aktualität überführt werden. Damit ist der echte Dialog angesprochen […].


[FN 91] Vgl. Buber, Martin: Elemente des Zwischenmenschlichen. A. a. O.; bes. S. 273 f.


Anmerkung
Die Verfasserin verweist im folgenden Satz auf Bock (1978); für den Leser ist jedoch nicht erkennbar, dass sie die vorliegende Aussage ebenfalls sinngemäß von ihr übernimmt. Bei Buber (1973) findet sich obiger Sachverhalt in dieser Form nicht.
 

Seite 317

Typus
Bauernopfer
Quelle
Hupperschwiller 1970
Dissertation:
Seite: 317, Zeilen: 04-07
 
Fundstelle:
Seite(n): 061, Zeilen: 11-17
 
Sobald es ihm gelingt, die eigene Person aus ihrer Mittelpunktstellung herauszurücken, wird er fähig zu ersten autonomen und und – im Vergleich zu bisherigen – abstrakterem Norm- und Werteverständnis. Unter dem Beistand verständiger Eltern […] vermag der Jugendliche […], sobald er fähig wird, die eigene Person aus ihrer Mittelpunktstellung herauszurücken, ein erstes autonomes, nun abstrakteres Norm- und Wertsystem zu errichten.


Anmerkung
Auch wenn der Satz der Verfasserin grammatisch verunglückt, ist erkennbar, was gemeint ist. Hupperschwiller (1970) wird unmittelbar zuvor für ein wörtliches Zitat angeführt; für diese Aussage wird keine Quelle genannt.
 

Seite 225

Typus
Bauernopfer
Quelle
Auer 1977
Dissertation:
Seite: 225, Zeilen: 04-22, 103-112
 
Fundstelle:
Seite(n): 064; 065; 074, Zeilen: (S. 64) linke Spalte 27-32, 40-46; rechte Spalte 01-05, 38-46; (S. 65) linke Spalte 01-10; (S. 74) rechte Spalte 03-15
 
Die Vertreter einer Glaubensethik [FN 2] gehen davon aus, daß christliche Sittlichkeit nicht autonom ist, sondern aus dem Glauben entwickelt werden muß. Soweit nicht explizit vorhanden, müssen danach konkrete ethische Normen durch Ableitung oder Anwendung von der christlichen Botschaft her entwickelt werden. Je nach Ausformung der Denkansätze beziehen sich die Glaubensethiker auf die Bibel, die Tradition oder das Lehramt. In der Beschreibung des „christlichen Sinnhorizontes“ finden sie allgemeine Zustimmung. Strittig werden ihre Thesen dort, wo es um die Methoden der Normenfindung geht.
Ein Beispiel für die Argumentation der Glaubensethiker ist die folgende Aussage von Hans Urs von Balthasar: „Die konkrete Existenz Christi – sein Leben, Leiden, Sterben und endgültig leiblich Auferstehen – hebt alle übrigen Systeme ethischer Normierung in sich auf; sittliches Handeln von Christen hat sich im letzten nur vor dieser Norm zu verantworten. Die in der Person Christi vollbrachte Synthese des gesamten Willens des Vaters ist eschatologisch und unüberbietbar, deshalb a priori universal normativ.“ [FN 3]


[FN 2] vgl. dazu u.a.:
Stöckle,Bernhard: Autonome Moral. In: Stimmen der Zeit. 98 (1973). S. 723 – 736.
ders.: Grenzen der autonomen Moral. München 1974.
ders.(Hrsg.): Wörterbuch christlicher Ethik. Freiburg 1975.
Ratzinger,Josef )Hrsg.): Prinzipien christlicher Moral. Einsiedeln 1976 (mit Beiträgen von Heinz Schürmann und Hans Urs von Balthasar).
Scheffczyk,Leo: Die Theologie und das Ethos der Wissenschaften. In: Münchener Theologische Zeitschrift. 25 (1974). S.336-358.

[[FN 3] Balthasar,Hans Urs von: Neun Sätze zur christlichen Ethik. In: Ratzinger,Josef (Hrsg.): a.a.O. S. 67-93. hier: S.74.]

[Seite 64, li. Sp., Z. 27-32]

Die Vertreter einer Glaubensethik [EN 7] verbinden mit dem Begriff der Autonomie […] die Leugnung eines weltüberlegenen Gottes.

[Seite 64, li. Sp., Z. 40-46]

Jedenfalls kann nach ihrer Auffassung christliche Sittlichkeit nicht autonom, sondern muß aus dem Glauben entwickelt werden. Von der christlichen Botschaft her müssen durch Ableitung oder Anwendung oder wie immer sonst konkrete ethische Normen entwickelt werden,

[Seite 64, re. Sp., Z. 1-5]

soweit sie nicht darin explizit enthalten sind. Die Glaubensethik stellt sich in verschiedenen Ausformungen dar, je nachdem sie sich hauptsächlich auf die Bibel, auf die Tradition oder auf das Lehramt beruft.

[Seite 64, re. Sp., Z. 38-46]

Sie sagen Beachtliches aus zur Bestimmung des „christlichen Sinnhorizonts“ und können insoweit der allgemeinen Zustimmung gewiß sein. Aber ihre Thesen werden schwierig, wenn sie […] eine bestimmte Meinung über Normenfindung insinuieren – so etwa, wenn H. Urs von Balthasar schreibt:

[Seite 65, li. Sp., Z. 1-10]

„Die konkrete Existenz Christi – sein Leben, Leiden, Sterben und endgültig leiblich Auferstehen – hebt alle übrigen Systeme ethischer Normierung in sich auf; sittliches Handeln von Christen hat sich im letzten nur vor dieser Norm zu verantworten … Die in der Person Christi vollbrachte Synthese des gesamten Willens des Vaters ist eschatologisch und unüberbietbar, deshalb a priori universal normativ.“[EN 9]


[Seite 74, re. Sp., Z. 3-15]

[EN 7] B. Stöckle, Autonome Moral. Kritische Befragung des Versuchs zur Verselbständigung des Ethischen, in: Stimmen der Zeit 98 (1973) 723-736; ders., Grenzen der autonomen Moral, München 1974; ders. (Hrsg.), Wörterbuch christlicher Ethik (Herderbücherei 533) Freiburg 1975; […] J. Ratzinger (Hrsg.), Prinzipien christlicher Moral, Einsiedeln 1976 (mit Beiträgen von H. Schürmann und H. Urs von Balthasar); L. Scheffczyk, Die Theologie und das Ethos der Wissenschaften, in: Münchener Theol. Zeitschrift 25 (1974) 336-358; […]

[[EN 9] In: J. Ratzinger, Prinzipien christlicher Moral 74.]



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt von Auer (1977) fast die gesamte Seite mitsamt fünf Literaturreferenzen, ohne dies kenntlich zu machen. Auer wird in der vorliegenden Arbeit zum ersten Mal am Ende des folgenden Absatzes auf der nächsten Seite erwähnt. Von den Literaturreferenzen werden anscheinend mindestens vier nicht überprüft:

1. Bei der ersten Referenz findet sich sowohl bei der Verfasserin als auch bei Auer eine falsche Namensschreibung: Der Autor heißt Bernhard Stoeckle.

2. Die von Joseph Ratzinger – dessen Vorname im Literaturverzeichnis richtig, hier aber falsch geschrieben wird – herausgegebenen Prinzipien christlicher Moral erschienen in erster Auflage 1975, in zweiter 1981. Eine Auflage von 1976 existiert nicht. Im Literaturverzeichnis findet sich das Werk ebenfalls mit falscher Jahreszahl.

Weiterhin lautet das Zitat bei von Balthasar im Original: „Die konkrete Existenz Christi – sein Leben, Leiden, Sterben und endgültig leiblich Auferstehen – hebt alle übrigen Systeme ethischer Normierung in sich auf; sittliches Handeln von Christen hat sich im letzten nur vor dieser Norm zu verantworten, die selbst das Urbild des vollkommenen Gehorsams an Gott den Vater darbietet. [Es folgen zwei längere Sätze, die hier nicht wiedergegeben werden.] Die in der Person Christi vollbrachte Synthese des gesamten Willens des Vaters ist eschatologisch und unüberbietbar, deshalb a priori universal normativ.“

Die Verfasserin bricht bei der Zitatwiedergabe also einfach vor dem Ende des ersten Satzes ab und setzt unmittelbar mit dem letzten Satz fort, ohne dies in irgendeiner Form kenntlich zu machen. Der wiedergegebene Text ist bis auf die Auslassungszeichen mit dem bei Auer identisch. Dass ihr der Originaltext vorliegt, ist daher zweifelhaft, auch wenn sie in FN 3 den Titel des Aufsatzes und Anfangs- und Endseitenzahl nennt, die sich bei Auer nicht finden.
 

Seite 307

Typus
Bauernopfer
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 307, Zeilen: 07-13, 104-112
 
Fundstelle:
Seite(n): 056, Zeilen: 09-14, 105-112
 
Die Angewiesenheit des Neugeborenen auf eine solche stabile Beziehung zu einer Bezugsperson ist verschieden benannt worden, so z.B. als „physiologische Korrespondenz“ [FN 3], „emotionale Symbiose“ [FN 4], oder „symbiotisch-parasitäre Beziehung“ [FN 5] zwischen Mutter und Kind. Wir übernehmen den von E.Kutter geprägten und auch von A.Nowak verwendeten Begriff „Dualunion“ zwischen Mutter und Kind. [FN 6]


[FN 3] Spitz,René: Nein und Ja. Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation. Stuttgart 1960.

[FN 4] Benedek,Th.: Über das Wesen der Mutter-Kind-Begegnung. In: Psyche. 13 (1959/60). S. 428.

[FN 5] Mahler,M.S.: On Child Psychosis and Schizophrenis. Autistic and Symbiotic Infantile Psychosis. In: The Psychoanalytic Study of the Child. 7 (1952). S.286.

[FN 6] Kutter,E.: Die Krankheitslehre der Psychoanalyse. (Hrsg.: W.Loch,S.Hirzl). Stuttgart 1967. S. 166f.

[Nowak,Antoni J. : a.a.O. S. 56.]

Diese Frühstufe der Symbiose hat verschiedene Ausdrücke bekommen, wie „physiologische Korrespondenz“ zwischen Mutter und Kind[FN 15]; Th. Benedek gebraucht den Begriff „emotionale Symbiose“[FN 16], M. S. Mahler beschreibt die Mutter-Kind-Symbiose als „symbiotisch-parasitäre Beziehung“[FN 17]; der Ausdruck „Dualunion“ zwischen Mutter und Kind, den E. Kutter benutzt, scheint der beste zu sein[FN 18].


[FN 15] Vgl. R. Spitz, Nein und Ja. Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation, Stuttgart 1960.

[FN 16] Vgl. Th. Benedek, Über das Wesen der Mutter-Kind-Bedingung, in: Psyche 13 (1959/60), S. 428.

[FN 17] Vgl. M. S. Mahler, On Child Psychosis and Schizophrenis, Autistic and Symbiotic Infantile Psychosis, in: The Psychoanalytic Study of the Child, 7 (1952), S. 286.

[FN 18] Vgl. E. Kutter, Die Krankheitslehre der Psychoanalyse, (Hrsg. V. W. Loch, S. Hirzl), Stuttgart 1967, S. 166—167. […]



Anmerkung
Der Leser geht hier davon aus, dass es sich bei der Zusammenstellung der Zitate aus der Literatur um eine eigene Leistung der Verfasserin handelt; dies ist jedoch nicht der Fall. Die ungeprüfte Übernahme der vier Zitate kann darüber hinaus belegt werden:

1. Der Begriff „physiologische Korrespondenz“ kommt bei Spitz (1960) nicht vor.

2. Statt „emotionale Symbiose“ heißt es in der Zeitschrift Psyche a.a.O. „emotionelle Symbiose“. Außerdem stammt der dortige Aufsatz Über das Wesen der Mutter-Kind-Bindung nicht von Therese Benedek, sondern von John Bowlby, der Benedek lediglich mit dem kurzen Zitat anführt. (Der Aufsatz wird im Literaturverzeichnis nicht aufgeführt.)

3. In Margaret Mahlers englischsprachigem Aufsatz kommt der Begriff „symbiotisch-parasitäre Beziehung“ erwartungsgemäß nicht vor. Dort steht auf S. 286: „The intrauterine, parasite-host relationship within the mother organism (Deutsch, 1945) must be replaced in the postnatal period by the infant’s being enveloped, as it were, in the extrauterine matrix of the mother’s nursing care, a kind of social symbiosis.“ (Hervorhebung im Original) Für „symbiotisch-parasitäre Beziehung“ findet sich aber auch keine englische Entsprechung.

Die Verfasserin übernimmt von Nowak (1978) zudem einen inkorrekten Titel, der richtig lautet: On Child Psychosis and Schizophrenia. Autistic and Symbiotic Infantile Psychoses. (Der Aufsatz wird im Literaturverzeichnis nicht aufgeführt.)

4. Der Aufsatz, in dem die „Dualunion“ verhandelt wird, hat nicht den Titel des Sammelbandes Die Krankheitslehre der Psychoanalyse, sondern heißt Psychiatrische Krankheitsbilder und stammt auch nicht von „E. Kutter“, sondern von Peter Kutter. (Der Aufsatz wird im Literaturverzeichnis nicht aufgeführt.)
 

Seite 251

Typus
Bauernopfer
Quelle
Mieth 1978
Dissertation:
Seite: 251, Zeilen: 26-31
 
Fundstelle:
Seite(n): 013; 019, Zeilen: 25-26; 23-26
 
Die Autorität ist aus der Interaktion in der Erziehung kaum wegzudenken. Sie befindet sich nicht im Gegensatz zur Autonomie. Vielmehr stehen beide gemeinsam in einer Interaktion, die aus sich ethischen Charakter hat, weil sie zu den Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Gelingens gehört. [Seite 13, Z. 25-26]

Da Autorität aus der Interaktion in der Erziehung kaum wegzudenken ist […]

[Seite 19, Z. 23-26]

Autorität und Autonomie befinden sich nicht nur nicht im Gegensatz, sondern sie markieren gemeinsam eine Interaktion, die bereits an sich ethischen Charakter hat, weil sie eine der Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Gelingens darstellt.



Anmerkung
Die Verfasserin verweist lediglich im folgenden Absatz – nach der anschließenden untigen Übernahme aus Korff (1979) – für ein längeres wörtliches Zitat auf Mieth (1978).
 

 


 

Typus
Verschleierung
Quelle
Korff 1979
Dissertation:
Seite: 251, Zeilen: 32-33
 
Fundstelle:
Seite(n): 024, Zeilen: 34-36
 
Neben die Gestaltungsverantwortung für Normen tritt so immer auch die Gehorsamsverantwortung vor Normen. Entsprechend sieht sich der Mensch nunmehr auch in eine doppelte Verantwortung gerufen, in eine Gehorsamsverantwortung vor Normen und in eine Gestaltungsverantwortung für sie.


Anmerkung
keine Quellenangabe  

Seite 112

Typus
Bauernopfer
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 112, Zeilen: 12-16, 101-102
 
Fundstelle:
Seite(n): 047, Zeilen: 04-06, 11-14, 103-104
 
Sein anthropologisches Konzept neigt zu einem dialektischen Personalismus. Er bemüht sich um eine möglichst gesamtheitliche Erfassung des Menschen, deren oberste Gesetzmäßigkeit die progressive Personalisation ist. [FN 1]


|FN 1] vgl. dazu vor allem: Caruso,Igor A. (und Mitarbeiter):
Bios,Psyche und Person. Freiburg 1957.
[Z. 4-6]

Wir dürfen also sagen, daß das anthropologische Konzept Carusos zu einem dialektischen Personalismus neigt.

[Z. 11-14]

Die Forschungen Carusos gehen vor allem in die Richtung einer möglichst gesamtheitlichen Erfassung des Menschen. Die oberste Gesetzmäßigkeit, in deren Lichte Caruso die ganze menschliche Phylogenese und Ontogenese sieht, ist die der progressiven Personalisation[FN 128].


[FN 128] Vgl. I. A. Caruso (und Mitarbeiter), Bios, Psyche und Person, Freiburg – München 1957, S. 313—335. […]


Anmerkung
Die Verfasserin verweist lediglich in der folgenden FN 2 auf S. 47 bei Nowak (1978) – und darin auch nur auf FN 128 und nicht den Fließtext. FN 2 befindet sich zudem im folgenden Abschnitt des Unterkapitels über den österreichischen Psychologen und Psychoanalytiker Igor Caruso (die Abschnitte sind durch Nummerierung klar voneinander getrennt).

Der Leser geht mithin davon aus, die Verfasserin habe sich selbst mit Bios, Psyche und Person auseinandergesetzt und gewinne daraus ihre Erkenntnisse, während sie offenbar in Wirklichkeit sinngemäß Ausführungen von Nowak übernimmt.