Monthly Archives: Dezember 2012

Seite 265

Typus
Verschleierung
Quelle
Böckle 1978
Dissertation:
Seite: 265, Zeilen: 06-07, 16-17, 109-113
 
Fundstelle:
Seite(n): 080; 081, Zeilen: 31, 40-41; 01-10
 
[Z. 6-7]

Reglementierende Eingriffe im Mesobereich [FN 2] grenzen die Freiheit des einzelnen immer mehr ein.

[Z. 16-17]

[…] dessen Freiheitsraum sich nur noch auf den Mikrobereich [FN 3] erstreckt.


[FN 2] Gemeint ist der gesamte Bereich der Infrastruktur wie z.B. Bildungs-,Verkehrs-, Bau- und Gesundheitswesen.

[FN 3] Gemeint ist der Intimbereich von Ehe, Familie und Sexualität. Er wird heute vielfach als die einzige
Möglichkeit eigenen Entscheidens angesehen […].

[Seite 80, Z. 40-41]

Zweitens: In der hochentwickelten Industriegesellschaft scheint die Freiheit des einzelnen durch reglementierende Eingriffe immer mehr eingegrenzt.

[Seite 81, Z. 1-10]

[…] es geht nicht ohne vielfältige reglementierende Eingriffe im Bildungssektor, im Verkehr, im Bauwesen […], im gesamten Gesundheitswesen […]. Diese weitgehend unvermeidliche Institutionalisierung immer weiterer Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, in dem, was der Ethiker den Mesobereich nennt […] führt zum Rückzug in die Privatsphäre von Ehe, Sexualität, Familie. Es sind die einzigen noch verbleibenden Bereiche von Freiheit […].

[Seite 80, Z. 31]

[…] im Bereich von Ehe, Familie und Sexualität (Mikrobereich) […]



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt den Gedanken, dass der Einzelne durch Reglementierungen im Mesobereich eingegrenzt wird und der einzige Freiheitsraum sich nur noch im Mikrobereich findet, von Böckle mitsamt konkreten Beispielen für diese Bereiche. Der Gedanke wird durch eigene Ausführungen ergänzt, die hier nicht wiedergegeben werden. Ein Verweis auf Böckle (1978) findet sich in der vorliegenden Arbeit allerdings nicht; lediglich im Vorwort berichtet die Verfasserin allgemein von einer Prägung durch diesen Autor.
 

Böckle 1978

Angaben zur Quelle

Autor Franz Böckle
Titel Ethische Aspekte der Bevölkerungspolitik
Sammlung Schrumpfende Bevölkerung – Wachsende Probleme? Ursachen – Folgen – Strategien
Herausgeber Warnfried Dettling
Ort München [u.a.]
Verlag Günter Olzog
Reihe Olzog-Studienbuch
Jahr 1978
Seiten 79-84

ISBN 3-7892-9815-8
   
Literaturverz.   nein
Fußnoten   nein

Seite 109

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 109, Zeilen: 07-09, 103-105
 
Fundstelle:
Seite(n): 044; 045, Zeilen: 115-117; 01-03, 101
 
Menschliche Triebe sind immer schon personifiziert, d.h. alle Triebhaftigkeit ist beim Menschen immer schon von einer geistigen Stellungnahme überformt. [FN 2]


[[FN 1] Frankl,Viktor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 99.]

[FN 2] ders.: Grundriß der Existenzanalyse und Logotherapie. In: ders. u.a. (Hrsg.): Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie. Bd. III. S. 683.

[Seite 45, Z. 1-3]

Alle Triebhaftigkeit ist beim Menschen immer bereits von einer geistigen Stellungnahme überformt. Triebe sind immer schon personifiziert[FN 115].


[Seite 44, Z. 115-117]

[FN 114] V. E. Frankl, Grundriß der Existenzanalyse und Logotherapie, in: Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie (Hrsg. V. E. Frankl u. a.), München 1959, Bd. III, S. 683.

[Seite 45, Z. 101]

[FN 115] Vgl. a. a. O., S. 683.



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt Aussagen von Nowak (1978) mitsamt einer Literaturreferenz. Bei Frankl (1959) finden sich diese allerdings auf S. 681 und nicht auf S. 683; auch heißt es dort, dass Triebe „immer schon personiert“ seien (Hervorhebung im Original), was ein Unterschied ist. Die Verfasserin gibt hier also vor, Frankl zu rezipieren, der ihr jedoch ganz offenbar überhaupt nicht vorliegt.
 

 


 

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 109, Zeilen: 16-18
 
Fundstelle:
Seite(n): 092, Zeilen: 34-35
 
So sind die Suche nach Sinn und die Bindung an Werte aus der Selbsttranszendenz menschlicher Existenz zu verstehen […]. Wert und Sinn sind also nur aus der Selbsttranszendenz menschlicher Existenz zu verstehen.


Anmerkung
Trotz deutlicher Anlehnung an Nowak (1978) wird dieser nicht als Quelle des Gedankens genannt.
 

Seite 111

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 111, Zeilen: 01-05, 101-104
 
Fundstelle:
Seite(n): 045; 046, Zeilen: 31-33; 01-02, 101-102
 
Liebe und Gewissen sind spezifisch humane Prinzipien in der Weise, „daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zu Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert.“ [FN 1]


[FN 1] Frankl,Viktor E.: Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen. In: Petrilowitsch, Nikolaus (Hrs.) [sic]: Die Sinnfrage in der Psychotherapie. Darmstadt 1972. S. 494.
[Seite 45, Z. 31-33]

Liebe und Gewissen sind ebenfalls spezifisch humane Phänomene, und zwar so, „daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zur

[Seite 46, Z. 1-2]

Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert“[FN 121].


[FN 121] V. E. Frankl, Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen, in: Die Sinnfrage in der Psychotherapie (Hrsg. N. Petrilowitsch), Darmstadt 1972, S. 494.


Anmerkung
Offenbar übernimmt die Verfasserin hier a) fehlerhaft und b) ungeprüft ein Frankl-Zitat von Nowak (1978), da es bei Frankl (1972) im Original heißt: „Vielmehr sind die beiden eben spezifisch humane Phänomene, so zwar, daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zur Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe die menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert.“ (Hervorhebungen nicht im Original)