Monthly Archives: Juni 2012

Seite 301

Typus
Verschleierung
Quelle
Kümmel 1976
Dissertation:
Seite: 301, Zeilen: 04-08
 
Fundstelle:
Seite(n): 443, Zeilen: 20-27
 
Der Aufweis der sozialen Verflochtenheit des Gewissens, der Vielzahl seiner Maßstäbe und Erscheinungsweisen und die Möglichkeit seines Irrtums stellt zweifellos eine wichtige Korrektur des idealistischen Gewissensverständnisses dar. Sicherlich haben die […] Beobachtungen ihr unbestreitbares Recht als Korrektur […] der idealistischen Auffassung, indem sie die von ihr zu Unrecht vernachlässigten Züge wieder aufgreifen […]: die soziale Verflochtenheit des Gewissens, die Vielzahl seiner Maßstäbe und Erscheinungsweisen, die Möglichkeit seines Irrtums.


Anmerkung
Kümmel (1976) wird als Quelle der Aussage nicht genannt.
 

 


 

Typus
Bauernopfer
Quelle
Häfner 1967
Dissertation:
Seite: 301, Zeilen: 20-24
 
Fundstelle:
Seite(n): 147, Zeilen: 34-37
 
Sehr repressive Kulturen, die einen hohen Sozialisationsdruck ausüben, haben auch hohe Zahlen von Depression und Selbstmord und zeigen außerordentlich häufig pathologische Schuldgefühle bei den zugehörigen Individuen. Sehr repressive Kulturen, die einen hohen Sozialisationsdruck ausüben, haben auch hohe Zahlen von Depression und Selbstmord und zeigen außerordentlich häufig pathologische Schuldgefühle bei den zugehörigen Individuen.


Anmerkung
Die Verfasserin verweist zwar am Anfang der folgenden Seite auf S. 147 bei Häfner (1967), übernimmt hier aber wortwörtlich von diesem, ohne dies kenntlich zu machen.
 

Kümmel 1976

Angaben zur Quelle

Autor Friedrich Kümmel
Titel Zum Problem des Gewissens
Sammlung Das Gewissen in der Diskussion
Herausgeber Jürgen Blühdorn
Ort Darmstadt
Verlag Wissenschaftliche Buchgesellschaft
Reihe Wege der Forschung ; 37
Ausgabe 1. Aufl.
Jahr 1976
Seiten 441-460
ISBN 3-534-03717-0
   
Literaturverz.   ja
Fußnoten   ja

Seite 73

Typus
Verschleierung
Quelle
Häfner 1967
Dissertation:
Seite: 073, Zeilen: 07-10
 
Fundstelle:
Seite(n): 125, Zeilen: 15-20
 
Den Ausgangspunkt bilden seine Erfahrungen als Nervenarzt und dabei vor allem die Beobachtung, daß in unserer Kultur Schuld- und Angstgefühle zu den stärksten dynamischen Faktoren bei psychischen Störungen gehören. In der Weiterführung der evolutionistischen Tradition Darwins […] hat Freud auf der Basis therapeutischer Erfahrungen als Nervenarzt ein genetisch-psychodynamisches Modell des Gewissens entwickelt. Er ging von der Beobachtung aus, daß Schuldgefühle, ähnlich wie die Angst, einer der stärksten dynamischen Faktoren psychischer Störungen in unserer Kultur sind […].


Anmerkung
Die Verfasserin nennt keine Quelle für ihre nichttriviale Aussage über Freud.
 

Häfner 1967

Angaben zur Quelle

Autor Heinz Häfner
Titel Das Gewissen in tiefenpsychologischer Sicht
Sammlung Grenzfragen des Glaubens. Theologische Grundfragen als Grenzprobleme
Herausgeber Charlotte Hörgl / Fritz Rauh
Ort Einsiedeln [u.a.]
Verlag Benziger
Jahr 1967
Seiten 113-151
   
Literaturverz.   ja
Fußnoten   ja

Seite 74

Typus
Verschleierung
Quelle
Bally 1961
Dissertation:
Seite: 074, Zeilen: 101-106
 
Fundstelle:
Seite(n): 079; 081, Zeilen: 02-05; 23-25
 

[FN 1, fortgesetzt von S. 73] […] Eine besondere Rolle spielen dabei seine 1920 erschienene spekulative Schrift „Jenseits des Lustprinzips“, in der er seine Triebtheorie neu fundiert und die drei Jahre später erschienene Schrift „Das Ich und das Es“, in der er seine Ichpsychologie vollendet.
[Seite 79, Z. 2-5]

In der spekulativen Schrift „Jenseits des Lustprinzips“, die 1920, also drei Jahre vor „Das Ich und das Es“ erschien, versucht Freud […] die Trieblehre neu zu fundieren.

[Seite 81, Z. 23-25]

Wir sind durch diese Überlegungen instand gesetzt, das bedeutende theoretische Werk Freuds „Das Ich und das Es“ zu verstehen, in dem sich seine Ichpsychologie vollendet.



Anmerkung
Die Verfasserin ordnet zwei Schriften Freuds in dessen Gesamtwerk ein, ohne Bally (1961) hier zu erwähnen. Dieser wird lediglich im Literaturverzeichnis aufgeführt.
 

Seite 74

Typus
Verschleierung
Quelle
Laplanche / Pontalis 1972
Dissertation:
Seite: 074, Zeilen: 11-13, 17-20
 
Fundstelle:
Seite(n): 280; 494, Zeilen: 09-16; 30-37
 
[Mit Eros benennt er die Lebenstriebe […]] sie streben danach, bestehende lebende Einheiten zu bewahren und von diesen aus umfassendere Einheiten zu bilden.

[Den lebenserhaltenden Trieben gegenüber stehen die Todestriebe […]] sie versuchen, lebende Einheiten zu zerstören, Spannungen radikal auszugleichen und so das Lebewesen in den anorganischen Zustand zurückzuführen, der als der Zustand der absoluten Ruhe angesehen wird.

[Seite 280, Z. 9-16]

In Jenseits des Lustprinzips (1920) führte Freud den großen Gegensatz zwischen Todestrieben* und Lebenstrieben ein […]. Die ersten streben nach Destruktion der lebenden Einheiten, nach einem radikalen Ausgleich der Spannungen und nach der Rückkehr in den anorganischen Zustand, der als der Zustand der absoluten Ruhe angesehen wird. Die zweiten streben nicht nur danach, die bestehenden lebenden Einheiten zu bewahren, sondern von diesen aus umfassendere Einheiten zu bilden.

[Seite 494, Z. 30-37]

Todestriebe […] Bezeichnet im Rahmen der letzten Freudschen Triebtheorie eine fundamentale Kategorie der Triebe, die […] nach der vollständigen Aufhebung der Spannung streben, d. h. danach, das Lebewesen in den anorganischen Zustand zurückzuführen.



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt von Laplanche / Pontalis (1972), die in der gesamten Arbeit an keiner Stelle erwähnt werden, deren Interpretation der Lebens- und Todestriebe bei Freud, was sie als ihre eigene erscheinen lässt. Eine Formulierung von S. 280 wird dabei durch den letzten Teilsatz auf S. 494 ersetzt. Bei Freud selbst findet sich eine solche Erläuterung der beiden Triebbegriffe nicht.
 

Seite 23

Typus
Verschleierung
Quelle
Katz 1948
Dissertation:
Seite: 023, Zeilen: 10-12, 19-24, 101-105
 
Fundstelle:
Seite(n): 275; 276, Zeilen: 07-08, 18-21; 01-02, 07-10, 20-22, 25-27
 
[Z. 10-12]

Dabei haben sich – vergröbernd dargestellt – zwei unterschiedliche Verhältnisbestimmungen herauskristallisiert: […]

[Z. 19-24]

Der Mensch hat hierdurch eine unsterbliche Seele, während das unter Naturzwang stehende Tier eine sterbliche Seele hat. Die damit entstehende Kluft zwischen unsterblichem Menschen und sterblichem Tier ist unüberbrückbar. Einen graduellen Unterschied sehen u.a. Demokrit, die Materialisten und Darwin. [FN 1]


[FN 1] Die Vergottung bestimmter Tiere bei alten Kulturvölkern weist auf eine dritte, für die moderne Anthropologie aber nicht bedeutsame Verhältnisbestimmung hin, bei der man von einer irgendwie begründeten Überlegenheit des Tieres dem Menschen gegenüber ausgeht.
[Seite 275, Z. 7-8]

Man kann drei verschiedene Ansichten über das Verhältnis des Menschen zum Tier unterscheiden[FN 2].

[Seite 275, Z. 18-21 u. Seite 276, Z. 1-2]

Von der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments ausgehend […], entwickelt die Kirche das Dogma der unsterblichen Seele des Menschen; eine unüberbrückbare Kluft trennt diese unsterbliche […] [S. 276] Seele von der sterblichen, unter reinem Naturzwang stehenden des Tieres.

[Seite 276, Z. 7-10]

Daß nur ein gradueller Unterschied zugunsten des Menschen zwischen ihm und dem Tier bestehe, lehrte Demokrit und lehrten die Materialisten nach ihm. Im 19. Jahrhundert schien Darwins Theorie diese Ansicht entgültig [sic] zu bestätigen.

[Seite 276, Z. 20-22 u. 25-27]

Bleibt noch die dritte, seltener vertretene Ansicht über das Verhältnis von Mensch zu Tier, die Ansicht, daß das Tier dem Menschen irgendwie überlegen sei. […] Der Totemismus der Naturvölker wurzelt in dieser Einstellung zum Tier, aber auch die Vergottung bestimmter Tiere bei manchen alten Kulturvölkern […][FN 2].



Anmerkung
Katz (1948) wird trotz etwas modifizierter Übernahme mehrerer Aussagen nicht erwähnt.
 

Katz 1948

Angaben zur Quelle

Autor David Katz
Titel Mensch und Tier. Studien zur vergleichenden Psychologie
Herausgeber Walter Robert Corti
Ort Zürich
Verlag Morgarten Verlag, Conzett & Huber
Reihe Erkenntnis und Leben. Band I
Jahr 1948
Umfang 314 S.
   
Literaturverz.   ja
Fußnoten ja