Seite 33

Typus
Verschleierung
Quelle
Biemel 1973
Dissertation:
Seite: 033, Zeilen: 19-24
 
Fundstelle:
Seite(n): 045; 046, Zeilen: 23-24; 01-04, 35-36
 
Zum In-sein gelangt der Mensch nicht erst durch das Erkennen, im Gegenteil: nur weil ihm das Seiende bekannt ist, er darüber verfügt und damit vertraut ist in den verschiedensten Weisen des Besorgens, kann er sich auf das Erkennen einlassen. Erkennen setzt also immer schon den Bezug zur Welt voraus. [FN 4]


[[FN 4] „Im Sichrichten auf … und Erfassen geht das Dasein nicht etwa erst aus seiner Intimsphäre hinaus, in die es zunächst verkapselt ist, sondern es ist seiner primären Seinsart nach immer schon ‚draußen‘, bei einem begegnenden Seienden der je schon entdeckten Welt“ (ebd. S. 62).]
[Seite 45, Z. 23-24]

Es ist auch keineswegs so, daß wir erst durch das Phänomen des Erkennens zu so etwas wie dem In-sein gelangen würden;

[Seite 46, Z. 1-4]

umgekehrt: nur weil wir immer schon mit dem Seienden vertraut sind, was in den verschiedensten Weisen des Besorgens seinen Niederschlag findet, können wir uns auf eine spezifische Weise des Kennens einlassen – eben das Erkennen. […]

[Im Sichrichten auf … und Erfassen geht das Dasein nicht etwa erst aus seiner Innensphäre hinaus, in die es zunächst verkapselt ist, sondern es ist seiner primären Seinsart nach immer schon „draußen“ bei einem begegnenden Seienden der je schon entdeckten Welt … […] (S. 62).]

[Seite 46, Z. 35-36]

Das Erkennen vermittelt nicht etwa die Möglichkeit der Herstellung des Bezugs zur Welt, sondern setzt diesen Bezug immer schon voraus […].



Anmerkung
FN 4 bezieht sich auf Sein und Zeit. Die Quelle für die Aussage im Fließtext der Verfasserin, Biemel, wird auf der gesamten Seite nicht erwähnt; somit gibt sie vor, selbst Heidegger zu interpretieren.