Seite 101

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 101, Zeilen: 07-12, 17-19, 102-103
 
Fundstelle:
Seite(n): 038, Zeilen: 05-15, 126-127
 
Die Reifung des Menschen erfolgt nach Jung im Rahmen der Individuation, worunter „allgemein der Vorgang der Bildung und Besonderung von Einzelwesen, speziell die Entwicklung des psychologischen Individuums als eines vom Allgemeinen, von der Kollektivpsychologie unterschiedenen Wesens“ verstanden wird. [FN 1] […]

Sein Ziel ist die individuierte Persönlichkeit, die ihren Mittelpunkt erreicht hat, den Jung als den Archetypus des „Selbst“ bezeichnet. [FN 3]


[[Seite 100, FN 3] Jacobi,Jolande: Der Weg zur Individuation. Zürich,Stuttgart 1965. S. 131.

[Seite 101, FN 1] ebd. S. 41. […]]

[FN 3] Jung,Carl Gustav: Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewußten. Zürich 41945. S. 175 und 203.

Jung gebraucht für den ganzen Reifungsweg des Menschen den Begriff Individuation. […] „Die Individuation ist allgemein der Vorgang der Bildung und Besonderung von Einzelwesen, speziell die Entwicklung des psychologischen Individuums als eines vom Allgemeinen, von der Kollektivpsychologie unterschiedenen Wesens. […]“[FN 82]. Die Individuation ist […] ein Reifungsprozeß, durch den der Mensch den Mittelpunkt seiner Persönlichkeit erreicht, den Jung als Archetypus des „Selbst“ bezeichnet[FN 83].


[[FN 82] C. G. Jung, Psychologische Typen, Olten – Freiburg 1971, S. 477.]

[FN 83] Vgl. C. G. Jung, Die Beziehung zwischen Ich und dem Unbewußten, Zürich 1945, S. 175 und 203.



Anmerkung
1. Der Verweis in FN 1 auf Jacobi, S. 41, führt ins Leere.

2. Weder auf S. 175 oder S. 203 noch in deren näherem Umfeld gebraucht Jung (5. Aufl. 1950, Seitenumfang identisch mit der 4. Aufl.) den Begriff „Archetypus“. Auf S. 203 heißt es lediglich: „Ich habe diesen Mittelpunkt als das Selbst bezeichnet.“ (Hervorhebung im Original) Zwar spricht Jung an anderer Stelle tatsächlich davon, dass das Selbst ein Archetypus sei, aber mit den beiden von der Verfasserin genannten Quellenangaben lässt sich dies nicht belegen. Daher scheint hier eine nicht weiter überprüfte Übernahme aus Nowak (1978) vorzuliegen, auch wenn sie dessen fehlerhaft wiedergegebenen Titel des Werkes korrigiert und die Auflage ergänzt.
 

 


 

Typus
Bauernopfer
Quelle
Jacobi 1971
Dissertation:
Seite: 101, Zeilen: 21-27, 104-105
 
Fundstelle:
Seite(n): 028; 031; 046; 156, Zeilen: 20-22, 106; 03-05; 02-04; 02
 
[Dieses Selbst betrachtet Jung dialektisch: es versucht in jeder Beziehung] „die Thesis der reinen, unbewußten Natur und die Antithesis des Ichs in der Synthesis bewußter Natur zu vereinigen.“ [FN 4]
Der Individuationsprozeß stellt keine gerade Linie dar. Er ist vielmehr ein stufenweiser, dessen Vorgänge und Phasen sich in zwei große Abschnitte gliedern lassen: in die der ersten und die der zweiten Lebenshälfte.


[FN 4] Adler,Alfred: Zur analytischen Psychologie.
Zürich 1952. S. 147.
[Seite 28, Z. 20-22]

In der trefflichen Formulierung von G. ADLER ausgedrückt: „… die Thesis der reinen, unbewußten Natur und die Antithesis des Ichs in der Synthesis bewußter Natur zu vereinigen[FN 5].“

[Seite 46, Z. 2-4]

Der Individuationsprozeß […] stellt keine gerade „Linie“ dar […]. Sein Verlauf ist eher ein „stufenweiser“ […].

[Seite 31, Z. 3-5]

Beide Varianten des Individuationsprozesses lassen sich in zwei große, zahlreiche weitere Phasen enthaltende Abschnitte gliedern: in jene der ersten und in jene der zweiten Lebenshälfte.

[Literaturverzeichnis Seite 156, Z. 2]

ADLER, G., Zur Analytischen Psychologie, Zürich 1952.


[Seite 28, Z. 106]

[FN 5] Zur Analytischen Psychologie, S. 147.



Anmerkung
Die Verfasserin schreibt hier Alfred Adler ein Zitat zu, das in Wirklichkeit von Gerhard Adler stammt: Alfred Adler hat nie eine Publikation mit dem Titel Zur analytischen Psychologie verfasst. Diese Phantomschrift findet sich auch in ihrem Literaturverzeichnis. Offenbar übersieht sie, dass Jacobi von „G. ADLER“ bzw. „ADLER, G.“ spricht. Außerdem heißt es bei Gerhard Adler (1952) im Original: „[…] die Thesis der reinen unbewußten Natur und die Antithesis des Ich […]“; das Komma und das Genitiv-s, die bei Jacobi zu finden sind, stehen dort nicht. Die Verfasserin nennt hier also nicht nur einen falschen Autor, sondern übernimmt auch ungeprüft ein inkorrektes Zitat von Jacobi.

Die folgenden sinngemäßen Übernahmen von Jacobi werden nicht kenntlich gemacht. Da Jacobi kurz darauf für ein wörtliches Zitat auf S. 34 angeführt wird, Klassifizierung als Bauernopfer.