Seite 106

Typus
Bauernopfer
Quelle
Baumhauer 1970
Dissertation:
Seite: 106, Zeilen: 01
 
Fundstelle:
Seite(n): 050, Zeilen: 08-17
 
[Die Inhalte sind völlig undifferenziert und stellen den Niederschlag dessen dar, was typische Reaktionsweisen der Menschheit seit den Uranfängen sind, in allgemein menschlichen Situationen wie Angst, Gefahr, Kampf, Übermacht, Beziehungen der Geschlechter, der Kinder und Eltern zueinander, väterliche und mütterliche] Haltungen zu Liebe, Haß, Geburt und Tod. [FN 1]


[FN 1] Jacobi,Jolande: a.a.O. S. 18.
Das kollektive Unbewußte dagegen – so Jacobi in seiner Darstellung der Psychologie Jungs – besteht „aus Inhalten, die den Niederschlag der typischen Reaktionsweisen der Menschheit seit ihren Uranfängen […] in Situationen allgemein menschlicher Natur darstellen, also z. B. Situationen wie Angst, Gefahr, Kampf gegen Übermacht, Beziehung der Geschlechter, der Kinder zu den Eltern, väterliche und mütterliche Gestalten, Haltungen zu Haß und Liebe, zu Geburt und Tod […].“.


Anmerkung
Fortsetzung von der Vorseite. – Die Jacobi zugeschriebene Aussage findet sich in ihrem hier gemeinten Titel Der Weg zur Individuation an keiner Stelle, sodass eine bloße falsche Seitenangabe ausscheidet. Die tatsächliche Quelle scheint statt dessen Baumhauer (1970) – der irrigerweise annimmt, Jacobi sei ein Mann – zu sein, der kurz vor Beginn der Übernahme auf S. 105 für ein Zitat erwähnt wird. Eine konkrete Belegstelle für das Zitat der C.G.-Jung-Mitarbeiterin Jacobi nennt Baumhauer nicht.
 

 


 

Typus
Bauernopfer
Quelle
Oser 1976
Dissertation:
Seite: 106, Zeilen: 02-07
 
Fundstelle:
Seite(n): 281; 282, Zeilen: 32-33; 01-05
 
Jung nennt diese Archetypen von jeher vorhandene „pattern of behavior“. Er meint damit Motive, die in Mythen und Märchen, Träumen und Delirien mit besonders bildhaftem Gefühlston immer wieder erscheinen. Es sind schwer interpretierbare Zeichen, die die Herkunft und psychische Mächtigkeit des kollektiven Unbewußten manifestieren. Was aber bedeutet nun Archetypus in diesem Zusammenhang? Jung bezeichnet ihn als ein von jeher vorhandenes „pattern of behaviour“ […] [Seite 282] […]. Es sind Motive gemeint, die in Mythen und Märchen, Träumen und Delirien mit besonders bildhaftem Gefühlston immer wieder aufscheinen. […] Sie sind schwer interpretierbare Zeichen, welche die Herkunft und psychische Mächtigkeit des kollektiven Unbewussten manifestieren.


Anmerkung
keine Quellenangabe
 

 


 

Typus
Verschleierung
Quelle
Oser 1976
Dissertation:
Seite: 106, Zeilen: 09-11, 102-103
 
Fundstelle:
Seite(n): 282, Zeilen: 31-33, 102
 
Der Mensch wird von ihnen nicht überfallen, sondern vollzieht selbst das archetypische Geschehen als sein je eigenes. [FN 2]


[FN 2] Spengler,Ernst: Das Gewissen bei Freud und Jung. Zürich 1964. S. 42f.

[Spengler[FN 2] weist darauf hin, dass …]

Dabei ist wichtig, dass der Archetypus nicht den Menschen wehrlos überfällt, sondern dass das archetypische Geschehen vom Menschen selbst vollzogen wird, als je sein eigenes.


[FN 2] Vgl. E. Spengler: Das Gewissen bei Freud und Jung. Zürich 1964, S. 42.


Anmerkung
Oser (1976) fasst an dieser Stelle Ausführungen Spenglers (1964) zusammen. Der Wortlaut findet sich in keiner Weise bei Spengler selbst, weshalb hier ganz offenbar eine Übernahme von Oser vorliegt.