Author Archives: schavanplag

Seite 91

Typus
Verschleierung
Quelle
Walter 2007
Aufsatz:
Seite: 091, Zeilen: 15-30, 32-35
 
Fundstelle:
Seite(n): 018; 019; 020, Zeilen: 17-19, 24-29; 01-02, 24-28, 36; 01-04, 08-13
 
[Z. 15-30]

Die Institution der Universität entstand im Europa des 12. Jahrhunderts.

Die ersten Universitäten bauten auf schon vorhandenen Schulen auf. In Bologna waren es die von Juristen privat unterhaltenen Rechtsschulen; in Paris entstand die Universität aus der Kathedralschule von Notre Dame, an der Theologie betrieben wurde, sowie anderen Bildungsstätten, an denen die Artes, Recht und Medizin gelehrt wurden. In Montpellier entwickelte sich aus den Medizinschulen eine Medizinuniversität.

Diese Schwerpunkte waren eng verbunden mit den “artes liberales”, die überhaupt erst das Fundament an Bildung für ein höheres Studium legten. Während sich aber nach dem Vorbild Bologna in Südeuropa die Universitäten auf eine Fakultät und die notwendigen propädeutischen Fächer ausrichteten, wurden für die Universitäten der nördlichen Gegenden vier Fakultäten mit einer Zweiteilung typisch: Sie teilten sich in die niedere Fakultät der Artes und die höheren der Theologie, Jurisprudenz und Medizin.

[Z. 32-25]

Die Universität als “universitas magistrorum et scholarium” wurde so zu einer Bildungseinrichtung, für die es weder an anderen Orten noch vorher Entsprechungen gab. Schnell erlangten die neu entstandenen Universitäten mit ihrem “studium generale” einen Ruf, der Interessierte [aus ganz Europa anzog.]

[Seite 18, Z. 17-19]

Zu ihren Errungenschaften gehört ohne Zweifel die Institution der Universität, die im Europa des 12. Jahrhunderts ihren Anfang nahm [...].

[Seite 18, Z. 24-29]

Die ersten Universitäten [...] entwickelten sich aus am jeweiligen Ort vorhandenen Schulen, in Bologna aus den
dortigen, von einzelnen Juristen privat betriebenen Rechtsschulen und in Paris aus der Kathedralschule von Notre Dame, an der Theologie gelehrt wurde, und privaten Bildungsstätten für die “Artes”,

[Seite 19, Z. 1]

Recht und Medizin.

[Seite 20, Z. 2-4]

Aus den in Montpellier [...] angesiedelten Medizinschulen entstand eine angesehene Medizinuniversität.

[Seite 19, Z. 36]

Die ersten Universitäten hatten eindeutige Schwerpunkte: [...]

[Seite 20, Z. 1-2]

[...] verbunden mit den “Artes liberales”, die die Bildungsvoraussetzungen für ein höheres Studium vermittelten.

[Seite 20, Z. 8-13]

Während in Südeuropa nach dem Vorbild von Bologna die Konzentration auf eine Fakultät mit den notwendigen propädeutischen Fächern die Regel blieb, bildete sich in Nordeuropa ein Universitätstyp heraus, der vier Fakultäten umfasste: die “niedere” [...] der “Artes” und die “höheren” der Theologie, Jurisprudenz und Medizin.

[Seite 19, Z. 24-28]

Für die Durchsetzung der Universitätsidee war nicht nur die Tatsache entscheidend, dass die Mitglieder der Gemeinschaft aus Lehrenden und Lernenden (“universitas magistrorum et scholarium”) sich universal rekrutierten, sondern auch, dass die hier erworbenen akademischen Grade überall Geltung erhielten.

[Seite 18, Z. 24-25]

Die ersten Universitäten, für die sich allmählich der Begriff des “studium generale” etablierte [...].

[Seite 19, Z. 1-2]

Der Ruf dieser Schulen zog Bildungswillige aus ganz Europa an [...].



Anmerkung
Die Verfasserin präsentiert ihre Ausführungen zur Geschichte der europäischen Universität so, als stammten sie von ihr. Tatsächlich übernimmt sie diese aber von Walter (2007), strukturiert sie neu und schreibt sie mehr oder weniger stark um; ein substanzieller eigener Beitrag ist nicht erkennbar. Walter wird in dem vorliegenden Aufsatz an keiner Stelle erwähnt. – Fortsetzung auf der nächsten Seite
 

Seite 92

Typus
Verschleierung
Quelle
Walter 2007
Aufsatz:
Seite: 092, Zeilen: 01-17
 
Fundstelle:
Seite(n): 018; 019; 030; 031, Zeilen: 24-25; 01-11, 15-19, 27-28; 31-34; 01-03
 
[Schnell erlangten die neu entstandenen Universitäten mit ihrem “studium generale” einen Ruf, der Interessierte] aus ganz Europa anzog. Das machte eine gewisse Organisation erforderlich: Unterbringung und Versorgung mussten genauso gewährleistet werden, wie Räume für die Lehre. Daneben mussten Standards für Lehre und Prüfungen festgelegt werden, um die universale Geltung der erworbenen Grade zu gewährleisten.

In Paris waren es die Lehrenden, die Zusammenschlüsse und Regelungen festlegten. In Bologna meldeten sich die Studierenden zu Wort und etablierten Standards. Am Ende stand die Anerkennung durch eine überregionale Macht. Das Papsttum nahm diese Aufgabe gerne wahr, nicht zuletzt um damit auch seinen universalen Machtanspruch zu unterstreichen. Der Blick zurück in das Mittelalter zeigt aber noch etwas anderes: In den ersten Jahren und Jahrzehnten durchliefen die Universitäten einen fortwährenden Umbauprozess. Wenn auch die Theologie im Haus der Universität einen festen und womöglich einen unangefochteneren Platz einnahm als heute, so war es ihr eigenes Ringen um den Status einer Wissenschaft, das zu einer gewissen inneren Fragilität beitrug.

[Seite 18, Z. 24-25]

Die ersten Universitäten, für die sich allmählich der Begriff des “studium generale” etablierte [...].

[Seite 19, Z. 1-6]

Der Ruf dieser Schulen zog Bildungswillige aus ganz Europa an, was die Notwendigkeit einer gewissen Organisation (Unterbringung und Versorgung, Räume für die Lehre [...]) sowie an Standards für Lehre und Prüfungen mit sich brachte.

[Seite 19, Z. 27-28]

[...] dass die hier erworbenen akademischen Grade überall Geltung erhielten.

[Seite 19, Z. 6-11]

Während die Initiative zur Institutionalisierung in Bologna von den Studierenden ausging, [...] waren es in Paris die Lehrenden, die einer [...] Konfusion der Lehre durch Zusammenschlüsse und Regeln begegnen wollten.

[Seite 19, Z. 15-19]

Die ersten “studia generalia” [...] wurden anschließend durch eine überregionale Macht anerkannt. Dafür bot sich das Papsttum an, das diese Aufgabe gerne aufgriff, um seinen universalen Anspruch zu unterstreichen [...].

[Seite 30, Z. 31-34]

Angesichts der gegenwärtigen Umbruchsituation erscheint der Blick zurück ins Mittelalter durchaus lehrreich zu sein. Er zeigt zum einen, dass die Universität in den ersten Jahrhunderten ihrer Existenz ebenso ein in ständigem Umbau befindliches Haus war wie heute,

[Seite 31, Z. 1-3]

und zum andern, dass die Theologie darin vielleicht einen unangefochteneren Platz hatte als gegenwärtig, dass sie aber selber um ihren Status als Wissenschaft ringen musste und rang.



Anmerkung
Fortsetzung von der Vorseite. Aus Walters (2007) “ersten Jahrhunderten” werden bei der Verfasserin “erste[n] Jahre[n] und Jahrzehnte[n]“. Lediglich der abschließende Relativsatz “das zu einer gewissen inneren Fragilität beitrug” stammt originär von ihr.
 

Walter 2007

Angaben zur Quelle

Autor    Peter Walter
Titel    Universität und Theologie im Mittelalter
Sammlung    Universität ohne Gott? Theologie im Haus der Wissenschaften
Herausgeber    Helmut Hoping
Ort    Freiburg i. Br. [u.a.]
Verlag    Herder
Jahr    2007
Seiten    18-32
ISBN    978-3-451-29381-8
   
Literaturverz.    in Aufsatz 2008 nicht vorhanden
Fußnoten    nein

Aufsatz 2008

Angaben zur untersuchten Arbeit

Autorin    Annette Schavan
Titel    Die Frage nach Gott und dem Menschen. Theologie in der Universität
Sammlung    Gott denken und bezeugen. Festschrift für Kardinal Walter Kasper zum 75. Geburtstag
Herausgeber    George Augustin / Klaus Krämer
Ort    Freiburg i. Br. [u.a.]
Verlag    Herder
Ausgabe    2. Aufl.
Jahr    2008
Seiten    89-98
ISBN    978-3-451-29786-1

Seite 265

Typus
Verschleierung
Quelle
Böckle 1978
Dissertation:
Seite: 265, Zeilen: 06-07, 16-17, 109-113
 
Fundstelle:
Seite(n): 080; 081, Zeilen: 31, 40-41; 01-10
 
[Z. 6-7]

Reglementierende Eingriffe im Mesobereich [FN 2] grenzen die Freiheit des einzelnen immer mehr ein.

[Z. 16-17]

[...] dessen Freiheitsraum sich nur noch auf den Mikrobereich [FN 3] erstreckt.


[FN 2] Gemeint ist der gesamte Bereich der Infrastruktur wie z.B. Bildungs-,Verkehrs-, Bau- und Gesundheitswesen.

[FN 3] Gemeint ist der Intimbereich von Ehe, Familie und Sexualität. Er wird heute vielfach als die einzige
Möglichkeit eigenen Entscheidens angesehen [...].

[Seite 80, Z. 40-41]

Zweitens: In der hochentwickelten Industriegesellschaft scheint die Freiheit des einzelnen durch reglementierende Eingriffe immer mehr eingegrenzt.

[Seite 81, Z. 1-10]

[...] es geht nicht ohne vielfältige reglementierende Eingriffe im Bildungssektor, im Verkehr, im Bauwesen [...], im gesamten Gesundheitswesen [...]. Diese weitgehend unvermeidliche Institutionalisierung immer weiterer Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, in dem, was der Ethiker den Mesobereich nennt [...] führt zum Rückzug in die Privatsphäre von Ehe, Sexualität, Familie. Es sind die einzigen noch verbleibenden Bereiche von Freiheit [...].

[Seite 80, Z. 31]

[...] im Bereich von Ehe, Familie und Sexualität (Mikrobereich) [...]



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt den Gedanken, dass der Einzelne durch Reglementierungen im Mesobereich eingegrenzt wird und der einzige Freiheitsraum sich nur noch im Mikrobereich findet, von Böckle mitsamt konkreten Beispielen für diese Bereiche. Der Gedanke wird durch eigene Ausführungen ergänzt, die hier nicht wiedergegeben werden. Ein Verweis auf Böckle (1978) findet sich in der vorliegenden Arbeit allerdings nicht; lediglich im Vorwort berichtet die Verfasserin allgemein von einer Prägung durch diesen Autor.
 

Böckle 1978

Angaben zur Quelle

Autor Franz Böckle
Titel Ethische Aspekte der Bevölkerungspolitik
Sammlung Schrumpfende Bevölkerung – Wachsende Probleme? Ursachen – Folgen – Strategien
Herausgeber Warnfried Dettling
Ort München [u.a.]
Verlag Günter Olzog
Reihe Olzog-Studienbuch
Jahr 1978
Seiten 79-84
ISBN 3-7892-9815-8
   
Literaturverz.   nein
Fußnoten   nein

Seite 109

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 109, Zeilen: 07-09, 103-105
 
Fundstelle:
Seite(n): 044; 045, Zeilen: 115-117; 01-03, 101
 
Menschliche Triebe sind immer schon personifiziert, d.h. alle Triebhaftigkeit ist beim Menschen immer schon von einer geistigen Stellungnahme überformt. [FN 2]


[[FN 1] Frankl,Viktor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 99.]

[FN 2] ders.: Grundriß der Existenzanalyse und Logotherapie. In: ders. u.a. (Hrsg.): Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie. Bd. III. S. 683.

[Seite 45, Z. 1-3]

Alle Triebhaftigkeit ist beim Menschen immer bereits von einer geistigen Stellungnahme überformt. Triebe sind immer schon personifiziert[FN 115].


[Seite 44, Z. 115-117]

[FN 114] V. E. Frankl, Grundriß der Existenzanalyse und Logotherapie, in: Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie (Hrsg. V. E. Frankl u. a.), München 1959, Bd. III, S. 683.

[Seite 45, Z. 101]

[FN 115] Vgl. a. a. O., S. 683.



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt Aussagen von Nowak (1978) mitsamt einer Literaturreferenz. Bei Frankl (1959) finden sich diese allerdings auf S. 681 und nicht auf S. 683; auch heißt es dort, dass Triebe “immer schon personiert” seien (Hervorhebung im Original), was ein Unterschied ist. Die Verfasserin gibt hier also vor, Frankl zu rezipieren, der ihr jedoch ganz offenbar überhaupt nicht vorliegt.
 

 


 

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 109, Zeilen: 16-18
 
Fundstelle:
Seite(n): 092, Zeilen: 34-35
 
So sind die Suche nach Sinn und die Bindung an Werte aus der Selbsttranszendenz menschlicher Existenz zu verstehen [...]. Wert und Sinn sind also nur aus der Selbsttranszendenz menschlicher Existenz zu verstehen.


Anmerkung
Trotz deutlicher Anlehnung an Nowak (1978) wird dieser nicht als Quelle des Gedankens genannt.
 

Seite 111

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 111, Zeilen: 01-05, 101-104
 
Fundstelle:
Seite(n): 045; 046, Zeilen: 31-33; 01-02, 101-102
 
Liebe und Gewissen sind spezifisch humane Prinzipien in der Weise, “daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zu Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert.” [FN 1]


[FN 1] Frankl,Viktor E.: Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen. In: Petrilowitsch, Nikolaus (Hrs.) [sic]: Die Sinnfrage in der Psychotherapie. Darmstadt 1972. S. 494.
[Seite 45, Z. 31-33]

Liebe und Gewissen sind ebenfalls spezifisch humane Phänomene, und zwar so, “daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zur

[Seite 46, Z. 1-2]

Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert”[FN 121].


[FN 121] V. E. Frankl, Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen, in: Die Sinnfrage in der Psychotherapie (Hrsg. N. Petrilowitsch), Darmstadt 1972, S. 494.


Anmerkung
Offenbar übernimmt die Verfasserin hier a) fehlerhaft und b) ungeprüft ein Frankl-Zitat von Nowak (1978), da es bei Frankl (1972) im Original heißt: “Vielmehr sind die beiden eben spezifisch humane Phänomene, so zwar, daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zur Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe die menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert.” (Hervorhebungen nicht im Original)
 

Seite 130

Typus
Bauernopfer
Quelle
Oser 1976
Dissertation:
Seite: 130, Zeilen: 16-23
 
Fundstelle:
Seite(n): 294, Zeilen: 06-20
 
Auf den ersten Blick scheint es, als entziehe sich in C.G. Jungs Konzeption das ethische Gewissen,als von einer “höheren Macht” und dem Archetypus Gewissen bestimmt und daran gebunden, der erzieherischen Hilfe. Dann bliebe nur das moralische Gewissen als durch die Vermittlung des Sittenkodex bildsam.
Ähnlich wie in der Psychoanalyse liefert die analytische Psychologie keine Theorie zur moralischen Erziehung.
Aus dem oben Gesagten könnte man zum Schluss kommen, jene schöpferische Lösung zwischen dem moralischen und ethischen Gewissen [...] könne nicht erlernt werden [...]. Der Mensch sei nach Jung in seinem ethischen Gewissen gebunden durch “höhere Macht”, gebunden durch den Archetypus des Gewissens. [...] bestenfalls lässt sich das moralische [...] Gewissen in begrenztem Umfange bilden. [...] Ich möchte nun aber zeigen, dass wir zwar von der analytischen Psychologie keine Theorien zur Gestaltung von moralischer Erziehung erhalten (ähnlich wie bei der Psychoanalyse) [...].


Anmerkung
Im Anschluss referiert die Verfasserin Oser (1976). Für den Leser ist jedoch nicht erkennbar, dass vorliegende Ausführungen mit Abwandlungen ebenfalls von diesem übernommen werden.
 

Seite 80

Typus
Verschleierung
Quelle
Laplanche / Pontalis 1972
Dissertation:
Seite: 080, Zeilen: 06-11
 
Fundstelle:
Seite(n): 204, Zeilen: 10-18
 
Den Unterschied zwischen Gewissen und Ich-Ideal verdeutlicht Freud in der Unterscheidung von Schuldgefühl und Minderwertigkeitsgefühl: Beide Gefühle sind das Ergebnis einer Spannung zwischen Ich und Gewissen, beim Minderwertigkeitsgefühl wirkt die Spannung zwischen Ich und Ich-Ideal, beim Schuldgefühl die zwischen Ich und Gewissen. [...] das Über-Ich erscheint als eine verbindende Struktur, der drei Funktionen zugeschrieben werden: “die Selbstbeobachtung, das Gewissen und die Idealfunktion” (4). Die Unterscheidung zwischen den beiden letzten Funktionen wird da besonders deutlich, wo Freud versucht, zwischen Schuldgefühl und Minderwertigkeitsgefühl einen Unterschied herauszuarbeiten. Die beiden Gefühle sind das Ergebnis einer Spannung zwischen dem Ich und dem Über-Ich, aber das erste steht in Zusammenhang mit dem Gewissen, das zweite mit dem Ichideal [...].


[EN 4] Freud, S., G. W., XV, 72; [...]


Anmerkung
Keine Quellenangabe. Offenbar verwendet die Verfasserin in ihrer Aussage “Beide Gefühle sind das Ergebnis einer Spannung zwischen Ich und Gewissen” versehentlich den Begriff “Gewissen” statt “Über-Ich”, da ihre Ausführungen an dieser Stelle so keinen rechten Sinn ergeben.

Bei Freud selbst finden sich die Erläuterungen von Laplanche / Pontalis (1972), die in der vorliegenden Arbeit nirgends erwähnt werden, zu Schuld- und Minderwertigkeitsgefühl in dieser Form nicht.
 

 


 

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 080, Zeilen: 12-15
 
Fundstelle:
Seite(n): 134, Zeilen: 02-03, 07-08
 
Für die Entstehung des Über-Ich und damit auch der Gewissensfunktion nimmt Freud zwei Phasen an:
Die erste Phase resultiert aus der Abhängigkeit des Kindes von der elterlichen Autorität.
[Z. 2-3]

1. Nach Freuds Auffassung geht das Über-Ich (“Gewissen”) aus der ödipalen Entwicklung hervor.

[Z. 7-8]

Das Gewissen bildet sich in der ersten Phase als Abhängigkeit des Kindes von der elterlichen Autorität dar [sic].



Anmerkung
Keine Quellenangabe. Der zweite Satz stammt inhaltlich nicht von der Verfasserin.