Seite 310

Typus
Bauernopfer
Quelle
Betz 1965
Dissertation:
Seite: 310, Zeilen: 05-08, 11-15
 
Fundstelle:
Seite(n): 106; 107, Zeilen: 05-10; 10-16
 
[Z. 5-8]

Bei mangelnder Liebeszuwendung der Mutter treten hier erste Komplikationen in der Gewissensbildung auf, insofern es sich für das Kind nicht lohnt, den Ansprüchen der Mutter gerecht zu werden, weil es darauf keine Liebe erfährt.

[Z. 11-15]

Umgekehrt werden Kinder, die völlig “in Ruhe gelassen werden”, denen in diesem Alter keine Orientierung gegeben wird,die in keine Richtung gewiesen werden, überfordert. Es entstehen dann Angstreaktionen vor dem unbestimmten Raum der Freiheit [...].

[Seite 106, Z. 5-10]

Wenn nun ein Kind mit sehr wenig oder gar keiner mütterlichen Liebeszuwendung aufwachsen muß, gibt es bereits die ersten Komplikationen in der Gewissensbildung. Das Kind macht vielleicht gar keine Anstrengungen, sich an irgendwelche mütterliche Normen oder Verbote zu halten. Der Motor, sich die Liebe der Mutter zu erhalten, fehlt.

[Seite 107, Z. 10-16]

Man könnte nun auf den Einfall kommen: [...] die Kinder ganz in Ruh zu lassen. [...] Es ist aufschlußreich, daß solche Kinder, die von niemandem in eine vernünftige Richtung gewiesen werden, auch unter einer Angst leiden müssen. Nämlich unter der Angst “vor diesem ständig Unbekannten, vor diesem unerforschbaren Ozean der Freiheit”; [...]



Anmerkung
Die Verfasserin verweist auf der Vorseite und im folgenden Absatz auf Betz (1965). Dass sie auch diese Ausführungen sinngemäß von ihr übernimmt, macht sie jedoch nicht kenntlich.