Seite 307

Typus
Bauernopfer
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 307, Zeilen: 07-13, 104-112
 
Fundstelle:
Seite(n): 056, Zeilen: 09-14, 105-112
 
Die Angewiesenheit des Neugeborenen auf eine solche stabile Beziehung zu einer Bezugsperson ist verschieden benannt worden, so z.B. als “physiologische Korrespondenz” [FN 3], “emotionale Symbiose” [FN 4], oder “symbiotisch-parasitäre Beziehung” [FN 5] zwischen Mutter und Kind. Wir übernehmen den von E.Kutter geprägten und auch von A.Nowak verwendeten Begriff “Dualunion” zwischen Mutter und Kind. [FN 6]


[FN 3] Spitz,René: Nein und Ja. Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation. Stuttgart 1960.

[FN 4] Benedek,Th.: Über das Wesen der Mutter-Kind-Begegnung. In: Psyche. 13 (1959/60). S. 428.

[FN 5] Mahler,M.S.: On Child Psychosis and Schizophrenis. Autistic and Symbiotic Infantile Psychosis. In: The Psychoanalytic Study of the Child. 7 (1952). S.286.

[FN 6] Kutter,E.: Die Krankheitslehre der Psychoanalyse. (Hrsg.: W.Loch,S.Hirzl). Stuttgart 1967. S. 166f.

[Nowak,Antoni J. : a.a.O. S. 56.]

Diese Frühstufe der Symbiose hat verschiedene Ausdrücke bekommen, wie “physiologische Korrespondenz” zwischen Mutter und Kind[FN 15]; Th. Benedek gebraucht den Begriff “emotionale Symbiose“[FN 16], M. S. Mahler beschreibt die Mutter-Kind-Symbiose als “symbiotisch-parasitäre Beziehung“[FN 17]; der Ausdruck “Dualunion” zwischen Mutter und Kind, den E. Kutter benutzt, scheint der beste zu sein[FN 18].


[FN 15] Vgl. R. Spitz, Nein und Ja. Die Ursprünge der menschlichen Kommunikation, Stuttgart 1960.

[FN 16] Vgl. Th. Benedek, Über das Wesen der Mutter-Kind-Bedingung, in: Psyche 13 (1959/60), S. 428.

[FN 17] Vgl. M. S. Mahler, On Child Psychosis and Schizophrenis, Autistic and Symbiotic Infantile Psychosis, in: The Psychoanalytic Study of the Child, 7 (1952), S. 286.

[FN 18] Vgl. E. Kutter, Die Krankheitslehre der Psychoanalyse, (Hrsg. V. W. Loch, S. Hirzl), Stuttgart 1967, S. 166—167. [...]



Anmerkung
Der Leser geht hier davon aus, dass es sich bei der Zusammenstellung der Zitate aus der Literatur um eine eigene Leistung der Verfasserin handelt; dies ist jedoch nicht der Fall. Die ungeprüfte Übernahme der vier Zitate kann darüber hinaus belegt werden:

1. Der Begriff “physiologische Korrespondenz” kommt bei Spitz (1960) nicht vor.

2. Statt “emotionale Symbiose” heißt es in der Zeitschrift Psyche a.a.O. “emotionelle Symbiose”. Außerdem stammt der dortige Aufsatz Über das Wesen der Mutter-Kind-Bindung nicht von Therese Benedek, sondern von John Bowlby, der Benedek lediglich mit dem kurzen Zitat anführt. (Der Aufsatz wird im Literaturverzeichnis nicht aufgeführt.)

3. In Margaret Mahlers englischsprachigem Aufsatz kommt der Begriff “symbiotisch-parasitäre Beziehung” erwartungsgemäß nicht vor. Dort steht auf S. 286: “The intrauterine, parasite-host relationship within the mother organism (Deutsch, 1945) must be replaced in the postnatal period by the infant’s being enveloped, as it were, in the extrauterine matrix of the mother’s nursing care, a kind of social symbiosis.” (Hervorhebung im Original) Für “symbiotisch-parasitäre Beziehung” findet sich aber auch keine englische Entsprechung.

Die Verfasserin übernimmt von Nowak (1978) zudem einen inkorrekten Titel, der richtig lautet: On Child Psychosis and Schizophrenia. Autistic and Symbiotic Infantile Psychoses. (Der Aufsatz wird im Literaturverzeichnis nicht aufgeführt.)

4. Der Aufsatz, in dem die “Dualunion” verhandelt wird, hat nicht den Titel des Sammelbandes Die Krankheitslehre der Psychoanalyse, sondern heißt Psychiatrische Krankheitsbilder und stammt auch nicht von “E. Kutter”, sondern von Peter Kutter. (Der Aufsatz wird im Literaturverzeichnis nicht aufgeführt.)
 

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