Seite 74

Typus
Verschleierung
Quelle
Laplanche / Pontalis 1972
Dissertation:
Seite: 074, Zeilen: 11-13, 17-20
 
Fundstelle:
Seite(n): 280; 494, Zeilen: 09-16; 30-37
 
[Mit Eros benennt er die Lebenstriebe [...]] sie streben danach, bestehende lebende Einheiten zu bewahren und von diesen aus umfassendere Einheiten zu bilden.

[Den lebenserhaltenden Trieben gegenüber stehen die Todestriebe [...]] sie versuchen, lebende Einheiten zu zerstören, Spannungen radikal auszugleichen und so das Lebewesen in den anorganischen Zustand zurückzuführen, der als der Zustand der absoluten Ruhe angesehen wird.

[Seite 280, Z. 9-16]

In Jenseits des Lustprinzips (1920) führte Freud den großen Gegensatz zwischen Todestrieben* und Lebenstrieben ein [...]. Die ersten streben nach Destruktion der lebenden Einheiten, nach einem radikalen Ausgleich der Spannungen und nach der Rückkehr in den anorganischen Zustand, der als der Zustand der absoluten Ruhe angesehen wird. Die zweiten streben nicht nur danach, die bestehenden lebenden Einheiten zu bewahren, sondern von diesen aus umfassendere Einheiten zu bilden.

[Seite 494, Z. 30-37]

Todestriebe [...] Bezeichnet im Rahmen der letzten Freudschen Triebtheorie eine fundamentale Kategorie der Triebe, die [...] nach der vollständigen Aufhebung der Spannung streben, d. h. danach, das Lebewesen in den anorganischen Zustand zurückzuführen.



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt von Laplanche / Pontalis (1972), die in der gesamten Arbeit an keiner Stelle erwähnt werden, deren Interpretation der Lebens- und Todestriebe bei Freud, was sie als ihre eigene erscheinen lässt. Eine Formulierung von S. 280 wird dabei durch den letzten Teilsatz auf S. 494 ersetzt. Bei Freud selbst findet sich eine solche Erläuterung der beiden Triebbegriffe nicht.
 
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