Seite 23

Typus
Verschleierung
Quelle
Katz 1948
Dissertation:
Seite: 023, Zeilen: 10-12, 19-24, 101-105
 
Fundstelle:
Seite(n): 275; 276, Zeilen: 07-08, 18-21; 01-02, 07-10, 20-22, 25-27
 
[Z. 10-12]

Dabei haben sich – vergröbernd dargestellt – zwei unterschiedliche Verhältnisbestimmungen herauskristallisiert: […]

[Z. 19-24]

Der Mensch hat hierdurch eine unsterbliche Seele, während das unter Naturzwang stehende Tier eine sterbliche Seele hat. Die damit entstehende Kluft zwischen unsterblichem Menschen und sterblichem Tier ist unüberbrückbar. Einen graduellen Unterschied sehen u.a. Demokrit, die Materialisten und Darwin. [FN 1]


[FN 1] Die Vergottung bestimmter Tiere bei alten Kulturvölkern weist auf eine dritte, für die moderne Anthropologie aber nicht bedeutsame Verhältnisbestimmung hin, bei der man von einer irgendwie begründeten Überlegenheit des Tieres dem Menschen gegenüber ausgeht.
[Seite 275, Z. 7-8]

Man kann drei verschiedene Ansichten über das Verhältnis des Menschen zum Tier unterscheiden[FN 2].

[Seite 275, Z. 18-21 u. Seite 276, Z. 1-2]

Von der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments ausgehend […], entwickelt die Kirche das Dogma der unsterblichen Seele des Menschen; eine unüberbrückbare Kluft trennt diese unsterbliche […] [S. 276] Seele von der sterblichen, unter reinem Naturzwang stehenden des Tieres.

[Seite 276, Z. 7-10]

Daß nur ein gradueller Unterschied zugunsten des Menschen zwischen ihm und dem Tier bestehe, lehrte Demokrit und lehrten die Materialisten nach ihm. Im 19. Jahrhundert schien Darwins Theorie diese Ansicht entgültig [sic] zu bestätigen.

[Seite 276, Z. 20-22 u. 25-27]

Bleibt noch die dritte, seltener vertretene Ansicht über das Verhältnis von Mensch zu Tier, die Ansicht, daß das Tier dem Menschen irgendwie überlegen sei. […] Der Totemismus der Naturvölker wurzelt in dieser Einstellung zum Tier, aber auch die Vergottung bestimmter Tiere bei manchen alten Kulturvölkern […][FN 2].



Anmerkung
Katz (1948) wird trotz etwas modifizierter Übernahme mehrerer Aussagen nicht erwähnt.
 
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