Seite 227

Typus
Bauernopfer
Quelle
Auer 1971
Dissertation:
Seite: 227, Zeilen: 09-16
 
Fundstelle:
Seite(n): 029, Zeilen: 03-08, 16-18
 
Aus der Vernunftnatur des Menschen resultiert die Möglichkeit der rationalen Erkenntnis des Sittlichen. Der Mensch muß über sein In-der-Welt-sein nachdenken und seine eigenen guten und schlechten Erfahrungen, sowie Wege zu einer sinnvollen und fruchtbaren Existenz, die im Laufe der Geschichte gewonnen bzw. verfehlt wurden, überdenken und auswerten, wenn er zu einem sinnvollen Entwurf seines Daseins und seines Handelns kommen will. Der Mensch muß über sein In-der-Welt-sein nachdenken und seine guten und schlechten Erfahrungen in gründlicher Reflexion bedenken, wenn er zu einem sinnvollen Entwurf seines Daseins und seines Handelns kommen will. Aus der Vernunftnatur des Menschen resultiert die Rationalität des Sittlichen. […] Die Geschichte macht offenbar, auf welchen Wegen eine sinnvolle und fruchtbare menschliche Existenz gewonnen und auf welchen sie verfehlt wird.


Anmerkung
Übernahme mit leichten Modifikationen und Umstellungen. Am Ende des auf das Fragment folgenden Absatzes verweist die Verfasserin auf Auer (1971), S. 30; dadurch kann diese Übernahme von der Vorseite jedoch nicht abgedeckt werden.
 

 


 

Typus
Bauernopfer
Quelle
Auer 1971
Dissertation:
Seite: 227, Zeilen: 23-32
 
Fundstelle:
Seite(n): 030; 031, Zeilen: 09-13, 16-23; 10-12
 
Nach theologischer Lehre kann der Mensch den Vollsinn seiner Existenz in der Welt und damit auch den Kern des Sittlichen zwar nicht ohne die wirksame Hilfe Gottes, wohl aber ohne die ausdrückliche Erkenntnis Gottes erkennen.
Schließlich zeichnet sich das Sittliche durch Realistik aus. Die konkrete geschichtliche Erfahrung zeigt, daß dort, wo ethische Vorstellungen gegen das eigentlich Menschliche verstoßen, Verwirrung und Zerstörung die Folge sind. Das Funktionieren von Normen ist unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen menschlichen Zusammenlebens.
[Seite 30, Z. 9-13]

Nach theologischer Lehre kann der Mensch zwar nicht ohne die wirksame Hilfe Gottes, aber sehr wohl ohne die ausdrückliche Erkenntnis Gottes den Vollsinn seiner Existenz in der Welt und damit auch den entscheidenden Kern des Sittlichen verstehen.

[Seite 30, Z. 16-23]

c) Realistik des Sittlichen

Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß die konkrete geschichtliche Erfahrung die ständige Gegenprobe zu den sittlichen Entscheidungen des Menschen ausfertigt. Wenn die ethischen Vorstellungen und Verhaltensweisen gegen das eigentlich Menschliche […] verstoßen, verfehlt er den Sinn seines Daseins und frustriert sich selbst. Alle sittlichen Verfehlungen haben Verwirrung oder gar Zerstörung zur Folge.

[Seite 31, Z. 10-12]

Die Funktionalität der Normen ist unentbehrliche Voraussetzung für das Gelingen menschlichen Zusammenlebens […].



Anmerkung
Für ein wörtliches Zitat im dem Fragment vorangehenden Satz referenziert die Verfasserin Auer (1971). Dass sie die folgenden Sätze sinngemäß aus derselben Quelle übernimmt, macht sie jedoch nicht kenntlich.
 
About these ads