Seite 221

Typus
Bauernopfer
Quelle
Bujo 1979
Dissertation:
Seite: 221, Zeilen: 01-04, 101-102
 
Fundstelle:
Seite(n): 199, Zeilen: 01-02, 11-13, 107
 
Pfürtner [FN 1] hat in seinem umfangreichen Werk über die Trieblehre des Thomas dargelegt, daß auch die menschliche Triebsphäre Berührungspunkte mit dem Göttlichen haben kann, daß sie zur Vergöttlichung” fähig sei.


[FN 1] Pfürtner,Stephan H.: Triebleben und sittliche Vollendung nach Thomas von Aquin. Freiburg/Schw. 1958.
In seinem umfangreichen Werk über die Trieblehre des Thomas hat S. Pfürtner aufgezeigt […][FN 22]. […]

Man kann daraus schließen, daß die Triebsphäre die Berührungspunkte mit dem Göttlichen haben kann, ja, daß sie überhaupt zur Vergöttlichung fähig ist […].


[FN 22] Triebleben und sittliche Vollendung.


Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt die Bewertung Bujos (1979) bzgl. des Werkes Pfürtners. Im auf dieses Fragment folgenden Satz verweist sie dann für ein wörtliches Zitat auf Bujo.
 

 


 

Typus
Bauernopfer
Quelle
Bujo 1979
Dissertation:
Seite: 221, Zeilen: 10-13, 104-114
 
Fundstelle:
Seite(n): 199; 200, Zeilen: 25; 01-02, 05-14, 101, 108
 
Thomas betont, daß der Mensch als Leib und Seele ein “ens naturale” [FN 3] bildet, das Triebleben im Dienst des Sittlichen steht und die Spontaneität der sinnlichen Antriebskräfte Grundvoraussetzung sittlicher Reife bilden. [FN 4]


[FN 3] STh 1 q. 17a. 4.

[FN 4] “Sie sind nicht nur die Werkzeuge des Willens, sondern sind von sich aus Handlungsprinzipien für die sittliche Leistung. Reduziert man ihren Beitrag auf eine einfache Gefügigkeit gegenüber dem Willen, beraubt man sie ihrer wertvollsten Möglichkeiten. Nicht antriebslose Sinnlichkeit, die bis zur Langeweile und Verödung ihrer eigenen Vitalität einexerziert ist, bildet das Ziel sittlicher Reife. Vielmehr geht es um einen echten Beitrag des gemüthaften Untergrundes bei voller Gegenwärtigkeit des sittlichen Bewußtseins ‘von oben’ ” (Pfürtner,Stephan H.: a.a.O. S. 255-256).

[…] denn, wie er betont, erst der Mensch als Leib und Seele bildet [Seite 200] ein “ens naturale”[FN 27]. So nimmt es auch nicht wunder, daß das Triebleben im Dienst am Sittlichen steht. […] Mit S. Pfürtner darf man also sagen, daß die sinnlichen Antriebskräfte in thomanischer Sicht durch ihre Spontaneität die Grundvoraussetzung sittlicher Reife bilden. “Sie sind nicht nur Werkzeuge des Willens, sondern sind von sich aus Handlungsprinzipien für die sittliche Leistung. Reduziert man ihren Beitrag auf eine einfache Gefügigkeit gegenüber dem Willen, beraubt man sie ihrer wertvollsten Möglichkeiten. Nicht antriebslose Sinnlichkeit, die bis zur Langeweile und Verödung ihrer eigenen Vitalität einexerziert ist, bildet das Ziel sittlicher Reife. Vielmehr geht es um einen echten Beitrag des gemüthaften Untergrundes bei voller Gegenwärtigkeit des sittlichen Bewußtseins ‘von oben’ “[FN 29].


[FN 27] STh 1 II q. 17 a. 4.

[FN 29] A.a.O. 255–256; […]



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt außer der Darstellung Bujos (1979) die Zitate von Thomas von Aquin und Pfürtner mitsamt Quellenangaben, ohne ihre eigentliche Quelle kenntlich zu machen. Im auf das Fragment folgenden Satz verweist sie dann für eine andere Aussage auf Bujo.

Abgesehen davon, dass die Verfasserin die Quellenangabe für das Thomas-Zitat fehlerhaft überträgt, kommt dieses im von ihr im Literaturverzeichnis als verwendet angegebenen sechsten Band der Deutschen Thomas-Ausgabe auch nicht vor, da dieser nur Fragen des ersten Teils der Summa theologica behandelt und nicht solche des zweiten.
 

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