Seite 116

Typus
Bauernopfer
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 116, Zeilen: 02-11, 101-105
 
Fundstelle:
Seite(n): 012, Zeilen: 09-17, 103-105
 
Der Name “Tiefenpsychologie” wurde von Freud geschaffen [FN 1], um den Unterschied zwischen der damals herrschenden akademischen Bewußtseinspsychologie und seiner Psychologie herauszustellen. Während Freud diesen Begriff als Synonym für “Psychoanalyse” benutzt, wird im allgemeinen Sprach­gebrauch – ausgehend von der Begriffsverwendung der Bewußtseinspsychologen – unter “Tiefenpsychologie” das Gesamt aller psychologischen Schulen inklusive der Psycho­analyse verstanden, die mit dem Begriff des Unbewußten operieren. [FN 2]


[FN 1] vgl. dazu: Freud,Sigmund: Das Interesse an der Psycho­analyse. G.W. VIII. S. 398: “Man darf es wohl aussprechen, daß das psychoanalytische Studium der Träume den ersten Einblick in eine bisher nicht geahnte Tiefenpsycholo­gie eröffnet hat.”

[[FN 2] Den Unterschied zwischen Psychoanalyse und Tiefenpsycho­logie beschreibt Nowak wie folgt: Mit Psychoanalyse sei “in erster Linie eine Methode der seelischen Heilbe­handlung dargestellt, eine Analyse der Tiefenseele nach verdrängten unbewußten Inhalten, die das bewußte Denken und Handeln stören. … Das Wort ‘Tiefenpsychologie’ unterstreicht mehr den allgemein theoretischen und systematischen Aspekt der Disziplin” (Nowak,Antoni J.: a.a.O. S. 14).]

Der Name “Tiefenpsychologie” wurde zuerst von Freud geschaffen[FN 3], um den Unterschied zwischen seiner Psychologie und der herrschenden akademischen Bewußtseinspsychologie zu begründen. Er gebrauchte das Wort strikt als Synonym von “Psychoanalyse”[FN 4].

Im Sprachgebrauch der Bewußtseinspsychologen […] be­deutet das Wort “Tiefenpsychologie” das Gesamt aller psychologischen Schulen, inklusive der Psychoanalyse, die mit dem Begriff des Unbe­wußten operiert.


[FN 3] “Man darf es wohl aussprechen, daß das psychoanalytische Studium der Träume den ersten Einblick in eine bisher nicht geahnte Tiefenpsychologie eröffnet hat”, S. Freud, Das Interesse an der Psychoanalyse, G. W. VIII, S. 398.


Anmerkung
Die Verfasserin verweist für das Zitat in FN 2 auf S. 14 bei Nowak (1978), übernimmt aber ebenfalls Text (inklusive eines Freud-Zitats) von S. 12 von diesem, ohne dies kenntlich zu machen.
 
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