Seite 115

Typus
Bauernopfer
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 115, Zeilen: 05-23, 105-108
 
Fundstelle:
Seite(n): 051; 069; 070, Zeilen: 39-42; 21-23, 27-28, 33-37, 103; 12-13, 16-21
 
Zur Entfaltung dieser angeborenen Fähigkeit, an Werte gebunden zu sein und sie erkennen zu können, bedarf es der Auseinandersetzung mit der von Eltern und Gesellschaft repräsentierten Wertwelt. Ihr Ziel ist es, das Über-Ich zu überwinden und zur Selbstbestimmung zu finden.
Der existenzielle Drang des Menschen zu Freiheit und Selbstbestimmung zu kommen und über das eigene Leben und seine Gestaltung bestimmen zu können, entspricht einer Stufe zum personalen Gewissen. “Eine normale, gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß allmählich an die Stelle des in der Kindheit anerzogenen Über-Ichs das tritt, was wir mit Caruso als “personales Gewissen” bezeichnen.” [FN 2]
Dieses personale Gewissen ist nicht statisch, sondern dynamisch in der Weise, als es ermöglicht, gegebene Möglichkeiten zu prüfen, sich auseinanderzusetzen, ohne Zwang und Ängstlichkeit Verantwortung auf sich zu nehmen, “denn Moral im Werden ist doppeldeutig, ambivalent; verwirklichte Moral ist höchste Ordnung in Freiheit.” [FN 3]


[[FN 2] Nowak,Antoni J.: a.a.O. S. 51.]

[FN 3] Caruso,Igor A.: Schema,Gewissen und Neurose. In: Frankl,Viktor u.a. (Hrsg.): Handbuch der Neurosen­lehre und Psychotherapie. München 1959. Band II. S. 727-732. hier: S. 730.

[Seite 69, Z. 21-23]

Die Grundvoraussetzung, zu einem personalen Gewissen zu kommen, ist also die Auseinandersetzung mit der von den Eltern und der Gesellschaft repräsentierten Wertwelt.

[Seite 69, Z. 27-28]

Mit anderen Worten, das Gewissen ist eine Fähigkeit, an Werte gebunden zu sein.

[Seite 70, Z. 12-13]

In der Entwicklungsphase der Jugend versucht der Mensch das Über-Ich zu überwinden, seine Selbstbestimmung zu finden.

[Seite 70, Z. 16-21]

Es ist doch ein existentieller Wunsch des Menschen, frei zu sein […] und […] über das eigene Leben und seine Gestaltung bestimmen zu können. Dast [sic] ist der existentielle Drang zur Selbstbestimmung, die zugleich eine Stufe zum personalen Gewissen darstellt.

[Seite 51, Z. 39-42]

Eine normale, gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß allmählich an die Stelle des in der Kindheit anerzogenen Über-Ichs das tritt, was wir mit Caruso als “personales Gewissen” bezeichnen.

[Seite 69, Z. 33-37]

Das personale Gewissen ist nicht starr, es ist elastisch im Sinne einer gegebenen Möglichkeit, zu prüfen, sich auseinanderzusetzen, hat nichts mit einem Zwang zu tun, ist nicht ängstlich, ist reif geworden, die Ver­antwortung auf sich zu nehmen, denn “Moral im Werden ist doppeldeu­tig, ambivalent, verwirklichte Moral ist höchste Ordnung in Freiheit”[FN 55].


[Seite 69, Z. 103]

[[FN 53] I. A. Caruso, Schema Gewissen und Neurose, a. a. O., S. 727.
[…]]
[FN 55] A. a. O., S. 730.



Anmerkung
Die Verfasserin übernimmt vor dem Zitat auf S. 51 ebenfalls von S. 69, dann von S. 70 und danach wieder von S. 69 – mitsamt einer Referenz auf Caruso (1959) – von Nowak (1978), ohne dies kenntlich zu machen. Die dem wörtlichen Caruso-Zitat vorangehende Einleitung kommt bei diesem selbst nicht vor, was die Übernahme manifest macht. Außerdem findet sich das “denn” am Anfang des Caruso-Zitats nur bei Nowak (dort allerdings nicht als Teil des Zitats), nicht aber bei Caruso selbst.
 
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