Seite 110

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 110, Zeilen: 23-26
 
Fundstelle:
Seite(n): 045, Zeilen: 28-31
 
Das Gewissen in der Existenzanalyse Frankls hat nichts zu tun mit dem Über-Ich Freuds. So wie sich Liebe genetisch nicht aus dem Es ableiten läßt, so kann nach Frankl das Gewissen nicht auf das Über-Ich reduziert werden. Das Gewissen ist also in der Existenzanalyse ein ganz spezifisch menschliches Phänomen, das nichts mit Freuds Über-Ich zu tun hat. In der Auffassung Frankls läßt sich das Gewissen auf das Über-Ich ebensowenig reduzieren, wie sich die Liebe genetisch vom Es ableiten läßt.


Anmerkung
In Frankls Aufsatz Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen (1972) heißt es im Original: “In Wirklichkeit läßt sich das Gewissen ebensowenig (dynamisch) auf das Überich reduzieren, wie sich die Liebe (genetisch) vom Es deduzieren läßt.” Auffällig ist, dass sowohl bei Nowak (1978) als auch bei der Verfasserin nur ein Adjektiv in Klammern wiedergegeben wird.

Der Grund, dass hier keine konkrete Stelle als Quelle genannt wird, dürfte sein, dass der Verfasserin – im Gegensatz zu ihren Angaben auf S. 111 – Frankl (1972) nicht vorliegt.
 

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