Seite 95

Typus
Bauernopfer
Quelle
Fromm 1978
Dissertation:
Seite: 095, Zeilen: 102-113
 
Fundstelle:
Seite(n): 021; 022; 023, Zeilen: 25-27; 01-02; 11-23
 
[FN 3] In der autoritären Ethik stellt eine Autorität Gebote und Normen der Lebensführung auf und bestimmt, was gut und böse ist. In der humanistischen Ethik dagegen ist der Mensch zugleich Normgeber und Adressat der Normen. Autoritäre und humanistische Ethik unterscheiden sich durch ein formales und ein materiales Kriterium: Formal streitet die autoritäre Ethik dem Menschen die Fähigkeit zur Unterscheidung von gut und böse ab. Normgeber ist immer eine Autorität, die das Individuum transzendiert. Inhaltlich wird in der autoritären Ethik die Frage nach gut und böse vom Standpunkt des Nutzens für die Autorität beantwortet [(vgl. dazu: ebd. S. 21-27)]. [Seite 21, Z. 25-27 u. Seite 22, Z. 1-2]

In der autoritären Ethik bestimmt eine Autorität, was für den Menschen gut ist. Sie stellt die Gebote und Normen der Lebensführung auf. In der humanistischen Ethik dagegen [Seite 22] ist der Mensch zugleich Normgeber und Gegenstand der Normen [...].

[Seite 23, Z. 11-23]

Autoritäre Ethik unterscheidet sich von humanistischer Ethik durch zwei Kriterien, ein formales und ein materiales. Formal streitet die autoritäre Ethik dem Menschen die Fähigkeit ab, zu wissen, was gut und was böse ist. Der Normgeber ist stets eine Autorität, die das Individuum transzendiert. [...] Materialiter (oder inhaltlich) beantwortet die autoritäre Ethik die Frage nach Gut und Böse primär vom Standpunkt des Nutzens für die Autorität [...].



Anmerkung
Die Verfasserin gibt hier zum Vergleich ein Unterkapitel von Fromms Psychoanalyse und Ethik (1978) an, übernimmt aber mit nur leichten Veränderungen einige Sätze aus diesem, ohne selbst den Inhalt wiederzugeben. Der Leser muss in diesem Kontext davon ausgehen, dass es sich um eigene Worte handelt.
 
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