Seite 90

Typus
Verschleierung
Quelle
Jacoby 1974
Dissertation:
Seite: 090, Zeilen: 01-03, 13-16
 
Fundstelle:
Seite(n): 046; 047, Zeilen: 09-11; 08-13
 
[Z. 1-3]

Seine Ausgangsposition ist die der Unzulänglichkeit, seine Laufbahn beginnt in einem Zustand der Hilflosigkeit.

[Z. 13-16]

Solches Minderwertigkeitsgefühl wird nicht unmittelbar als solches wahrgenommen, sondern bezeichnet eine Gefühlslage, die immer dann entsteht, wenn Angestrebtes nicht mit eigenen Kräften erreichbar zu sein scheint. [FN 3]


[[FN 3] Es ist also nicht die von Adler beschriebene tatsächliche “Minderwertigkeit von Organen” (Studie 1907), sondern das aus Abhängigkeit und Machtlosigkeit erwachsene subjektive Gefühl der Minderwertigkeit ausschlaggebend.]
[Seite 46, Z. 9-11]

Die Unzulänglichkeit ist die Ausgangsposition jedes Menschen, beginnt doch seine Laufbahn in einem Zustand der Hilflosigkeit.

[Seite 47, Z. 8-13]

Das Minderwertigkeitsgefühl wird nicht unmittelbar als solches wahrgenommen [...], es ist vielmehr eine Gefühlslage, die entsteht, wo Angestrebtes nicht mit eigenen Kräften erreichbar zu sein scheint.



Anmerkung
Keine Quellenangabe. Jacoby (1974) wird in der vorliegenden Arbeit zum ersten Mal auf der Folgeseite für ein wörtliches Zitat angeführt, nachdem nach dem zweiten Satz noch zwei weitere Autoren mit Fußnoten zitiert werden. In der von der Verfasserin als verwendet angegebenen Literatur von Alfred Adler finden sich obige Aussagen in dieser Form nicht.
 

 


 

Typus
Verschleierung
Quelle
Nowak 1978
Dissertation:
Seite: 090, Zeilen: 19-28
 
Fundstelle:
Seite(n): 031, Zeilen: 08-13, 20-32
 
Zur Kompensation des Minderwertigkeitsgefühls und als Ausstrahlung einer seelischen Urenergie, die nach Selbstverwirklichung tendiert, entwickelt das Individuum Geltungsstreben. Solches Streben nach Selbsterhaltung und Persönlichkeitsbehauptung wird in der Individualpsychologie als Grundtrieb gesehen. Das Gefühl der Minderwertigkeit erscheint hier “als ein fortwährender Reiz, einen Weg ausfindig zu machen, um die Anpassung an dieses Leben zu bewerkstelligen, vorzusorgen, sich Situationen zu schaffen, wo die Nachteile der menschlichen Stellung in der Natur [ausgeglichen erscheinen" [FN 1].] [Z. 8-13]

Es ist einmal seelische Reaktion auf ein Minderwertigkeitsgefühl, eine Kompensation; andererseits zeigt sich, daß hinter dem Geltungsstreben eine seelische Urkraft steht. Die Kompensation im Adlerschen Sinne ist [...] auch als Ausstrahlung einer seelischen Urenergie aufzufassen, die nach [...] Selbstverwirklichung tendiert[FN 49].

[Z. 20-32]

Dieser Drang des Selbsterhaltungstriebes zur Persönlichkeitsbehauptung ist der Grundtrieb in der Individualpsychologie. [Denn vom Standpunkt der Natur — sagt Adler — "ist der Mensch ein minderwertiges Wesen.] Aber diese Minderwertigkeit[, die ihm anhaftet, die ihm als Gefühl des Verkürztseins und der Unsicherheit zum Bewußtsein kommt,] wirkt als ein fortwährender Reiz, einen Weg ausfindig zu machen, um die Anpassung an dieses Leben zu bewerkstelligen, vorzusorgen, sich Situationen zu schaffen, wo die Nachteile der menschlichen Stellung in der Natur ausgeglichen erscheinen”[FN 51].


[FN 49] Vgl. A. Adler, Über den nervösen Charakter, Darmstadt 1969, S. 35 und 46.


Anmerkung
Über den nervösen Charakter wird in der vorliegenden Arbeit an keiner Stelle erwähnt. Die gesamte Passage wird von Nowak (1978) übernommen. – Fortsetzung auf der nächsten Seite.
 
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