Seite 102

Typus
Bauernopfer
Quelle
Jacobi 1971
Dissertation:
Seite: 102, Zeilen: 08-21
 
Fundstelle:
Seite(n): 042; 048; 049, Zeilen: 19-21; 38-39; 01-02, 09-16, 23-26
 
[… [FN 1] …] In der Begegnung mit der Umwelt muß das Ich zu einem festen Kern zusammenwachsen. Entscheidend ist dabei jener Ausschnitt des Ich, den Jung die Persona nennt und deren Aufgabe darin besteht, eine relativ gleichmäßige, den jeweiligen Ansprüchen der Zivilisation angepaßte Fassade zu bilden.
Die Persona entsteht aus einer “erfolgreichen Verbindung des Ichideals, d.h. dessen, was man sich als Ideal vorstellt, mit dem, was als Ideal der jeweiligen Umgebung gilt und von einem erwartet wird.” [FN 3]
Jung meint mit Persona also nicht das, was jemand eigentlich ist, sondern wofür er sich hält und wofür andere ihn halten. Ohne ausgebildete Persona wirkt der Mensch unsicher und ist mit seinen Launen und Stimmungen der Umwelt preisgegeben.


[[FN 1] Jacobi,Jolande: a.a.O. S. 34.
[...]
[FN 3] ebd. S. 49.]
[Seite 42, Z. 19-21]

[...] muß das Ich in seiner Begegnung mit der Umwelt zuerst zu einem festen Kern zusammenwachsen[FN 31].

[Seite 48, Z. 38-39]

Unter Persona versteht Jung jenen Ausschnitt des Ich, dem die Beziehung mit der Umwelt obliegt. Ihre Aufgabe ist es, eine relativ

[Seite 49, Z. 1-2]

gleichmäßige, den Ansprüchen der jeweiligen Zivilisation angepaßte Fassade zu bilden.

[Seite 49, Z. 23-26]

Sie entsteht aus einer erfolgreichen Verbindung des Ichideals, d.h. dessen, was man sich als Ideal vorstellt, mit dem, was als Ideal der jeweiligen Umgebung gilt und von einem erwartet wird.

[Seite 49, Z. 11-14]

Jung schreibt [...]: Die Persona sei das, was einer eigentlich nicht ist, sondern wofür er sich hält und wofür die anderen Leute ihn halten.

[Seite 49, Z. 9-10]

Besitzt man aber keine rechte Persona, so wirkt man [...] unsicher [...].

[Seite 49, Z. 14-16]

Fehlt also die Persona, so trägt man kein schützendes “Gesicht”, sondern ist mit all seinen Launen und Stimmungen der Umwelt preisgegeben [...].



Anmerkung
Die Verfasserin führt Jacobi mit einem wörtlichen Zitat an, übernimmt aber auch davor und danach sinngemäß Text von ihr, ohne dies kenntlich zu machen.
 

 


 

Typus
Bauernopfer
Quelle
Jacobi 1971
Dissertation:
Seite: 102, Zeilen: 29-30
 
Fundstelle:
Seite(n): 050, Zeilen: 09-14
 
Dieser Schatten wächst gleichsam als der Spiegel des Ich und setzt sich aus verdrängten, wenig oder [gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen zusammen, die aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen aus dem Leben ausgeschlossen wurden.] Der Schatten wächst parallel mit dem Ich, gleichsam als dessen “Spiegelbild”, und setzt sich zusammen aus den teils verdrängten, teils wenig oder gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen, die von Anfang an aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen weitgehend vom Mitleben ausgeschlossen wurden [...].


Anmerkung
Im dem Fragment vorausgehenden Satz zitiert die Verfasserin Jacobi wörtlich, übernimmt aber dann noch weiter ohne Kenntlichmachung von ihr. – Fortsetzung auf der nächsten Seite.
 
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